Festival of Speed mit Ralf Waldmann und Nick Mason

Von Andreas Gemeinhardt
Strassensport
Rund 200.000 Zuschauer werden vom 26. bis 28. Juni 2015 beim Goodwood Festival of Speed erwartet. Es ist das Highlight des Jahres für die Fans des historischen Motorsports.

Beim diesjährigen Goodwood Festival of Speed in Südengland ist Audi Tradition mit zwei und vier Rädern am Start. Der frühere Vize Motorradweltmeister Ralf Waldmann pilotiert eine NSU Sportmax von 1955 und Nick Mason, Schlagzeuger der Rockband Pink Floyd, steuert einen Auto Union Typ D Doppelkompressor.

Ralf Waldmann gewann in seiner Karriere 20 Grand Prix und wurde zweimal Motorrad-Vizeweltmeister. In Goodwood steigt Waldmann auf eine NSU Sportmax aus dem Jahre 1955. Die Maschine mit 250ccm war für Privatfahrer konzipiert, nachdem die Marke NSU als amtierender Weltmeister ihre Werksmannschaft 1954 aufgelöst hatte. Auf einer Sportmax gewann 1955 Hermann Paul Müller die Motorrad-Weltmeisterschaft als Privatfahrer. In den 1930er Jahren war er Silberpfeil-Pilot für die Auto Union.

Das zweite Motorrad von Audi Tradition auf dem Festival of Speed ist die sehr seltene NSU SS 500 Supersport, auch bekannt als «Bullus-NSU» aus dem Jahre 1931. Den Beinamen erhielt die Maschine nach dem englischen Spitzenfahrer Tom Bullus, der 1930 für NSU den Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring gewann.

Publikumsliebling Nick Mason sitzt in Goodwood inzwischen zum neunten Mal für Audi Tradition hinter dem Steuer. «Es ist jedes Mal aufs Neue etwas ganz Besonderes, so ein Auto bewegen zu dürfen», sagte der Musiker und Autoenthusiast. Der Auto Union Typ D Doppelkompressor war die letzte Entwicklungsstufe der Auto-Union-Silberpfeile vor dem Zweiten Weltkrieg. 1939 gewann der 485 PS starke Zwölfzylinder die Großen Preise von Frankreich und Jugoslawien.

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