MotoGP: Wen Marc Marquez als Problem sieht

Sébastien Ogier verwaltet Türkei-Führung

Von Toni Hoffmann
Die Türkei ist die vierte WM-Station

Die Türkei ist die vierte WM-Station

Citroën-Junior Sébastien Ogier hat seine Führung im ersten Drittel des vierten Laufes zur Rallye-WM in der Türkei behauptet.

Kurz vor dem Ende der ersten Etappe der Rallye Türkei, die mit einer 2,20 km langen Zuschauer-Prüfung in Istanbul um 19.00 Uhr abgeschlossen wird, hat der Citroën-Junior Sébastien Ogier im C4 seine ab der dritten Prüfung übernommene Führung verwaltet. Nach der achten von 23 Entscheidungen am Bosporus lag Ogier 2,8 Sekunden vor seinem Citroën-Partner Dani Sordo und 9,2 Sekunden vor [*Person Mikko Hirvonen*] im Ford Focus.

Ogier sieht kein Problem darin, am Samstag als erstes Fahrzeug auf die Piste zu gehen. «Ich denke, dass ist heute ein schöner Platz. Ich glaube nicht, dass ich morgen damit ein Problem damit habe. Mir gefällt es, vorne zu sein», sagte Ogier am Nachmittag im Service in Istanbul-Pendik. «Wir haben morgen einige Asphalt-Passagen. Da kann es schon von Vorteil sein, das erste Fahrzeug zu sein.»

Titelverteidiger und Tabellenführer Sébastien Loeb notierte nach der achten Entscheidung hinter dem Citroën-Privatier [*Person Petter Solberg*] (18,3 Sekunden) zurück mit einem Rückstand von 25,3 Sekunden auf seinen Namensvetter «nur» den fünften Rang. «Der Tag war gar nicht so schlecht», sagte der 56-fache Rekordsieger Loeb, der erneut als Kehrmaschine auf die Schotterstrecken musste. «An manchen Stellen hatten wir mehr Schotter als erwartet. Dort war er ziemlich tief. Von einer Säuberung konnte da gewiss keine Rede sein. Es war für alle gleich.»

Auffallend aber ist, dass Loeb auch auf der zweiten Passage der vier Vormittagsprüfungen sich nicht steigern konnte oder mochte und auch keine Bestzeit setzte. Könnte bei ihm eine fast unauffällige Taktik mit im Spiel gewesen zu sein, um am Samstag eine für ihn günstigere Startposition zu haben? Die Frage sei gestattet. Bekanntermassen hat Loeb auf der zweiten Etappe einer Rallye meistens seinen stärksten Tag. Und der zweite Türkei-Tag dürfte Loeb wesentlich mehr liegen als bei anderen Schotterrallyes, schliesslich gibt es am Samstag erstmals in dieser Saison Mischprüfungen mit Asphaltanteilen, dem von Loeb so bevorzugten Untergrund.

Der zweite Citroën-Junior Kimi Räikkönen schlug sich im C4 auf den acht Schotterprüfungen recht tapfer und rangierte mit einem Rückstand von 1:48,0 Minuten auf dem achten Platz. «Heute war fast alles okay. Nur auf der vierten Prüfung habe ich einen Felsen getroffen. Da wusste ich nicht, ob ich etwas am Auto beschädigt habe», sagte der Formel 1-Weltmeister von 2007.

Für die Ford-Piloten Henning Solberg und Ken Block war die Rallye Türkei nur eine Prüfung alt. Beide hatten auf der ersten Entscheidung einen zu intensiven Kontakt mit einem Felsen und schieden aus. Sie werden aber am Samstag nach dem SupeRally-Reglement wieder starten.

Aaron Burkart hatte in seinem altersbedingten letzten Junior-Jahr beim ersten von fünf Läufen zur Junior-WM einen perfekten Saisonauftakt. Der 27-jährige Wahlberliner, inzwischen in den Status des Suzuki-Werksfahrers erhoben, führte im Swift S1600 nach acht Prüfungen das sieben Piloten starke Junioren-Feld an. 9,7 Sekunden Vorsprung hatte der Junioren-Vizechampion von 2008 auf Thierry Neuville im Citroën C2 R2 und 17,5 Sekunden auf Kevin Abbring im Renault Clio R3.


Ergebnis nach 8 von 23 Prüfungen:

1. Sébastien Ogier/Julien Ingrassia (F) Citroën C4 WRC) 53:26,4

 
2. Dani Sordo/Marc Marti (E) Citroën C4 WRC) + 2,8

3. Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen (FIN) Ford Focus WRC) + 9,2

4. Petter Solberg/Philip Mills (N/GB) Citroën C4 WRC + 18,3

5. Sébastien Loeb/Daniel Elena (F/MC) Citroën C4 WRC + 25,3

6. Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila (FIN) Ford Focus WRC + 26,1

7. Federico Villagra/José Diaz (RA) Ford Focus WRC + 1:33,8

8. Kimi Räikkönen/Kaj Lindström (FIN) Citroën C4 WRC + 1:48,0

9. Matthew Wilson/Scott Martin (GB) Ford Focus WRC + 1:57,6

10. Ott Tanak/Kuldar Sikk (EE) Mitsubishi Lancer X + 4:45,9

11. Aaron Burkart/André Kachel (D) Suzuki Swift S1600 + 6:22,7

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