Weiter zum Inhalt
Abo
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
  1. Start
  2. /
  3. Rallyesport
  4. /
  5. WRC
  6. /
  7. News
Werbung
Ogier patzt, Suninen auf Platz vier bester Ford-Pilot
M-Sport Ford hat einen möglichen Sieg beim Comeback der Rallye Türkei im WM-Kalender verpasst, Teemu Suninen nach Patzer von Sébastien Ogier bester Ford-Pilot auf Rang vier.
WRC
Im Artikel erwähnt



Werbung
Werbung
Die Weltmeister Sébastien Ogier/Julien Ingrassia mussten mit dem Ford Fiesta WRC trotz kämpferisch großartiger Vorstellung alle Chancen auf Platz eins nach einem seltenen Fahrfehler aufgeben. Er hätte sie in der WM-Tabelle zurück auf die Spitzenposition gebracht. Die Franzosen erreichten das Ziel auf Rang zehn vor ihren Teamkollegen Elfyn Evans/Daniel Barritt auf der zwölften Position, konnten den Abstand zu den Meisterschaftsführenden Thierry Neuville/Guy Coulsol bei drei nochausstehenden WM-Läufen aber konstant halten.
Werbung
Werbung
"Wir sind vom Ausgang dieser Rallye etwas enttäuscht, denn wir haben eine große Gelegenheit verpasst", räumt M-Sport-Teamchef Malcolm Wilson ein. "Sébastien Ogier hatte das Potenzial zu gewinnen und die Spitze der Fahrerwertung zurückzuerobern, ein für ihn sehr untypischer Fehler vereitelte dies jedoch. Ich kann mich nicht erinnern, wann es auf WM-Ebene zuletzt so eng zuging - im Kampf umdie Titel ist weiterhin alles offen, drei Rallyes stehen uns noch bevor. Das ist fantastisch für den Sport. Unser gesamtes Team wird auch weiterhin alles dafür geben, bis zum Ende der Saison das bestmögliche Resultat zu erzielen. Eine sensationelle Performance hat dafür Teemu Suninen an diesem Wochenende abgeliefert. Ich bin mir ganz sicher, dass er schon in naher Zukunft um Siege und Titelkämpfen kann. Für einen jungen Fahrer seines Alters fuhr er eine sehr besonnene und erwachsene Rallye mit einem perfekten Team im Rücken. Auch Elfyn Evans blieb hier in der Türkei nicht vom Pech verschont, aber er hat sich wieder nach vorne gearbeitet und dann unter Beweisgestellt, dass er ein Mannschaftsspieler ist." Der 24 Jahre junge Teemu Suninen hat auf den besonders groben Geröllpisten der Rallye Türkei einmal mehr gezeigt, dass er besonders schnell und besonders clever zugleich Autofahren kann. Der Finne fand auf den extrem schwierigen Wertungsprüfungen schnell in einen Rhythmus, der konkurrenzfähige Zeiten und einen ausreichend schonenden Umgang mit der Technik des Ford Fiesta WRC verband - und dies, obwohl das Nachwuchstalent zumeist als einer der Ersten auf der Piste mit schwierigeren Bedingungen konfrontiert war als dienachfolgenden Teilnehmer. "Dies war definitiv die brutalste WM-Rallye meiner bisherigen Karriere", bestätigt Suninen. "Platz vier ist entsprechend großartig und das zweitbeste Resultat, das ich bislang mit einem World Rally Car erzielen konnte. Damit bin ich durchaus zufrieden und freue mich, dem Team in Form von WM-Punkten etwas zurückzahlen zu können - die Jungs haben es wirklich verdient. Am Freitag konnten wir auf der langen Wertungsprüfung 5 eine richtig schnelle Zeit vorlegen, die nur zwei Sekunden langsamer war als der Bestwert. Am Samstag hat uns der lose Schotter wirklich vor eine schwierige Aufgabe gestellt. Angesichts der immer wieder stark durchdrehenden Räder konnten wir nicht viel mehr machen. Vermutlich war dies aber eine gute Übung für die Zukunft."
Werbung
Werbung
Sébastien Ogier und Julien Ingrassia trauern am Ende der Rallye Türkei um eine goldene Chance. Zweimal hatte das französische Duo die besten Aussichten auf den Sieg, zweimal kam ihnen im Kampf um die Tabellenspitze in der Fahrerwertung etwas dazwischen. Kaum hatten sie auf der ersten Wertungsprüfung (WP) des Samstag die Rallye-Führung übernommen, mussten sie den ersten Rückschlag hinnehmen: Eine beschädigte Radaufhängung vorne rechts kostete auf der WP 9 wertvolle Zeit. Anschließend mussten die beiden Weltmeister den Defekt amStraßenrand der Verbindungsetappe nach besten Kräften mit Bordmitteln selbst reparieren - unter fachmännischer Anleitung ihres Teamkollegen Elfyn Evans sowie des Rallye-Urgesteins Henning Solberg, die selbst aber keine Hand anlegen durften. Wegen Verspätung an der folgenden Zeitkontrolle kassierten Ogier/Ingrassia zudem eine Zeitstrafe von 60 Sekunden.
Ogier und sein Fahrfehler
Mit dem eher notdürftig geflickten Fahrwerk vollbrachte Ogier anschließend eine heroische Glanztat und setzte auf der über 20 Kilometer langen WP 10 eine souveräne Bestzeit, bevor sich im Service-Park die M-Sport-Mechaniker mit dem Fiesta WRC beschäftigen konnten und innerhalb von nur 30 Minuten neben dem Fahrwerk auch die vordere Kraftübertragung tauschten. Mit 46,1 Sekunden Rückstand nahm der Titelverteidiger die zweite Schleife des Tages als Viertplatzierter in Angriff, die Attacke auf die Führung fand jedoch ein vorzeitiges Ende: Ogier überhörte eine Ansage seines Beifahrers und rutschte an einer Stelle von der Strecke, die ein Fortsetzen der Fahrt unmöglich machte. Am Sonntag kämpfte sich das Duo noch auf Rang zehn nach vorne und setzte auf der abschließenden Power Stage die zweitschnellste Zeit, was mit weiteren vier WM Zählern belohnt wurde. Zwar fielen beide in der Fahrertabelle auf die dritte Position hinter Thierry Neuville/Guy Coulsol und die Türkei-Sieger Ott Tänak/Martin Järveoja zurück, der Abstand zum Erstplatzierten blieb mit 23 Punkten jedoch unverändert. "Wirklich ein frustrierendes Wochenende, aber das gehört mit zum Spiel und wir müssen es akzeptieren", ärgert sich Ogier. "Wir haben alles gegeben, aber es blieb unbelohnt. Immerhin konnten wir auf der letzten WP noch einige Punkte einsammeln, die machen sich vielleicht noch bezahlt. Tatsächlich erleben wir jetzt einen Dreikampf um den Titel, und entschieden ist noch gar nichts!"
Werbung
Werbung
Auch das britische Duo im Ford Fiesta WRC kam bei der materialmordenden Rallye Türkei nicht ungeschoren davon, ließ sich davon aber nicht beeindrucken. Elfyn Evans und Daniel Barritt schlugen bestmöglich zurück und bewiesen darüber hinaus auch noch echte Teamplayer-Eigenschaften: Als Sébastien Ogier und Julien Ingrassia einen gebrochenen Querlenker am Straßenrand reparieren mussten, standen sie den Franzosen mit Rat und Tat zur Seite. Damit nicht genug: Als sich im Service-Park die M-Sport-Mechaniker mehrheitlich um den Ford Fiesta der Titelverteidiger kümmerten, legten sie an ihrem eigenen Turbo-Allradler mit Hand an. Evans - als einer der geschicktesten Mechaniker unter den Fahrer bekannt - wechselte das Fahrwerk, sein Beifahrer justierte die Fahrzeughöhe. Nach ihrem Ausfall am Freitag hatten sich die beiden Briten bereits wieder bis auf Rang sieben nach vorne gearbeitet, als sie am Sonntag erneut ihren Teamkollegen zu Hilfe eilten und an einer Zeitkontrolle bewusst fünf Minuten zu spät stempelten. Dadurch fielen sie hinter Ogier und Ingrassia zurück, die hierdurch einen weiteren WM-Punkt verbuchen konnten. "Der Freitag verlief für uns sehr enttäuschend, wir mussten mit zahlreichen Problemen kämpfen, bis wir schlussendlich einem Stein nicht aus dem Weg gehen konnten, der mitten auf der Fahrbahn lag", erläutert Evans. "Der Samstag spielte uns deutlich besser in die Karten und wir konnten uns aus allen Schwierigkeiten heraushalten. Auf der letzten Etappe haben wir dann Zeit verschenkt, um Sébastien im Kampf um die Weltmeisterschaft zu unterstützen." Rallye Türkei – Endstand nach 17 Prüfungen:
Werbung
Werbung
Platz Team/Auto Zeit/Diff. 1.
Werbung
Werbung
Tänak/Järveoja (EE), Toyota 3:59:24,5 2. Latvala/Anttila (FIN), Toyota
Werbung
Werbung
+ 22,3 3. Paddon/Marshall (NZ/GB), Hyundai + 1:46,3
Werbung
Werbung
4. Suninen/Markkula (FIN), Ford + 4:10,9 5.
Werbung
Werbung
Mikkelsen/Jaeger (N), Hyundai + 7:11,7 6. H. Solberg/Minor (N/A), Skoda R5
Werbung
Werbung
+ 13:40,6 7. Kopecky/Dresler (CZ), Skoda R5 + 18:25,2
Werbung
Werbung
8. Tempestini/Itu (RO), Citroën R5 + 19:37,1 9.
Werbung
Werbung
Ingram/Whittock (GB), Skoda R5 + 20:21,3 10. Ogier/Ingrassia (F), Ford
Werbung
Werbung
+ 20:51,2
Schon gesehen?
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Weiterlesen

Themen
  • WRC
Aktueller StandVoller Stand
  1. Fahrer
  2. Teams
  3. Konstrukteure
2026202520242023
Pos
Fahrer
Team
Punkte
1
Elfyn Evans
Toyota Gazoo Racing World Rally Team
60
2
Oliver Solberg
Toyota Gazoo Racing World Rally Team
47
3
Takamoto Katsuta
Toyota Gazoo Racing World Rally Team
30
4
Adrien Fourmaux
Hyundai Shell Mobis WRT
28
5
Thierry Neuville
Hyundai Shell Mobis WRT
21
6
Sébastien Ogier
Toyota Gazoo Racing World Rally Team
18
7
Sami Pajari
Toyota Gazoo Racing World Rally Team
17
8
Esapekka Lappi
-
9
9
Léo Rossel
WRC2
8
10
Yohan Rossel
PH Sport
6
Mehr laden
EventsAlle WRC Events
  • Vergangen
    Rallye Monte-Carlo
    Gap, Monaco
    22.–25.01.2026
    Zum Event
  • Vergangen
    Rally Sweden
    Umeå, Schweden
    12.–15.02.2026
    Zum Event
  • Safari Rally Kenya
    Nairobi, Kenia
    12.–15.03.2026
    Zum Event
  • Croatia Rally
    Zagreb, Kroatien
    09.–12.04.2026
    Zum Event
  • Rally Islas Canarias
    Las Palmas de Gran Canaria, Spanien
    23.–26.04.2026
    Zum Event
  1. Vergangen
    Rallye Monte-Carlo
    Gap, Monaco
    22.–25.01.2026
    Zum Event
  2. Vergangen
    Rally Sweden
    Umeå, Schweden
    12.–15.02.2026
    Zum Event
  3. Safari Rally Kenya
    Nairobi, Kenia
    12.–15.03.2026
    Zum Event
  4. Croatia Rally
    Zagreb, Kroatien
    09.–12.04.2026
    Zum Event
  5. Rally Islas Canarias
    Las Palmas de Gran Canaria, Spanien
    23.–26.04.2026
    Zum Event
Rallyesport NewsAlle News
    Speedweek.com - Der beste Motorsport im Netz
    Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.
    Berichte & Analysen
    Redaktion
    Serien