Tidemand und Rovanperä kämpfen in Wales um WRC2-Sieg

Von Toni Hoffmann
WRC
Skoda Werksteams Pontus Tidemand/Jonas Andersson und Kalle Rovanperä/Jonne Halttunen zählen beim elften WM-Lauf zu den Favoriten in der WRC 2-Wertung, WRC 2-Champion Tidemand will Vorjahressieg wiederholen.

Skoda Teams waren 2018 bei neun von zehn Läufen zum WRC 2-Championat siegreich. Die amtierenden WRC 2-Champions Pontus Tidemand/Jonas Andersson (S) gehen bei der Rallye Wales GB (4. – 7. Oktober 2018) hochmotiviert an den Start. Das Ziel ist die Wiederholung ihres Sieges aus dem Vorjahr. Im Kampf um den Titel war Tidemands Teamkollege, der Meisterschaftsführende Jan Kopecký, beim vorigen WRC 2-Lauf in der Türkei siegreich. Pontus Tidemand fiel aus und hat als Tabellenzweiter bereits einen deutlichen Rückstand. Bei ihrem zweiten Start in Wales wollen auch Skoda Junior Kalle Rovanperä und Beifahrer Jonne Halttunen (FIN/FIN) ein Topresultat erzielen.

Bei der zurückliegenden Rallye Türkei Marmaris kämpften der amtierende WRC 2-Champion Pontus Tidemand und der Tschechische Meister Jan Kopecký erstmals in der Saison 2018 im direkten Duell gegeneinander. Während Kopecký seinen fünften Saisonsieg einfuhr, kam Tidemand nicht ins Ziel. Trotzdem konnte Skoda Motorsport beim zehnten von 13 WM-Läufen vorzeitig zum vierten Mal in Folge die FIA WRC 2-Meisterschaft für Teams für sich entscheiden (vorbehaltlich der offiziellen Veröffentlichung der Resultate durch die FIA).

Skoda Motorsport-Chef Michal Hrabánek hat beiden Werksfahrern die gleiche Anzahl an Veranstaltungen garantiert. Tidemand bestreitet seinen sechsten WRC 2-Lauf in Wales, während Kopecký seine sechste WM-Rallye drei Wochen später in Spanien fahren wird. Pontus Tidemand ist hoch motiviert, seinen Vorjahressieg in Großbritannien zu wiederholen. 2017 war er in den Wäldern von Wales unschlagbar. Weder dichter Nebel noch starker Regen konnten den späteren WRC 2-Champion damals daran hindern, beeindruckende Bestzeiten zu fahren und die WRC 2-Kategorie zu gewinnen.

Einer seiner härtesten Widersacher bei der 2018er Wales Rally GB – so der offizielle Titel der Veranstaltung – ist Skoda Junior Kalle Rovanperä. Für den Finnen, der drei Tage vor dem Start seinen 18. Geburtstag feiert, ist dies der erste Lauf der FIA Rallye-Weltmeisterschaft, den er bereits zum zweiten Mal fährt. Rovanperä konnte als 17-Jähriger mit per Ausnahmegenehmigung erteiltem finnischem Führerschein bisher nur bei bestimmten WM-Läufen starten. Dabei überzeugte er bereits mit einer Serie von Bestzeiten. Bei der Rallye Finnland lag er sogar in Führung, bis er unglücklich auf Rang vier zurückfiel. Bei der Rallye Deutschland kam er nach einer hervorragenden Leistung auf Rang zwei in der WRC 2-Wertung ins Ziel. Und während seine Altersgenossen kurz nach dem 18. Geburtstag üblicherweise ihre ersten Fahrten mit eigenem Führerschein absolvieren, ist Rovanperä einer der Top-Favoriten in der WRC 2-Kategorie beim WM-Lauf in Wales.

Die Wales Rally GB startet am Donnerstag (4. Oktober) um 19 Uhr mit der 1,7 Kilometer langen Show-Wertungsprüfung auf der Pferderennbahn von Tir Prince. Am Freitag (5. Oktober) erwarten die Teams acht Wertungsprüfungen über zusammen 110,76 Kilometer. Der härteste und längste Tag der Rallye führt am Samstag (6. Oktober) über neun Prüfungen und 150,24 Kilometer. Das Finale am Sonntag (7. Oktober) beinhaltet weitere fünf Prüfungen mit insgesamt 55,64 Kilometern. Der Sieger erreicht das Podium im Städtchen Llandudno gegen 13.15 Uhr (jeweils Ortszeit, MESZ plus eine Stunde).

Wussten Sie schon, dass...

...bei der Premiere 1923 unter dem Namen ‚Royal Automobile Club Rally‘ – kurz RAC Rally – die stolze Anzahl von 341 Teilnehmern am Start war?
…im Jahr 1960 zum ersten Mal Wertungsprüfungen in den kommerziell genutzten Wäldern von Wales, dem Lake District und dem berüchtigten Kielder Forest stattfanden?
…1990 zum ersten Mal das bei allen anderen WM-Rallyes längst übliche vorherige Besichtigen der Wertungsprüfungen und das Erstellen eines sogenannten ‚Streckenaufschriebs‘ erlaubt waren? Bis dahin wurde bei der RAC Rally auch im Wettbewerb auf Sicht gefahren. Die Piloten bekamen von den Beifahrern lediglich grobe Hinweise zum Streckenverlauf anhand einer Landkarte mitgeteilt.
…die RAC Rally in der Vergangenheit ein wahrer Marathon war? 1983 zum Beispiel führte sie über 3.046 Kilometer Gesamtstrecke mit 58 Wertungsprüfungen über 844 Kilometer. Der Sieger hieß damals Stig Blomqvist (Audi Quattro), dessen Gesamtfahrzeit auf den gezeiteten Prüfungen 8 Stunden, 50 Minuten und 28 Sekunden betrug. Ladislav Křeček/Bořivoj Motl gewannen mit ihrem vom Werk eingesetzten Skoda 120 LS die Klasse A5 und wurden 25. im Gesamtklassement.
…bis zum Jahr 2000 der britische WM-Lauf in England, Schottland und Wales stattfand, bevor er seine heutige Heimat ausschließlich in Wales fand?
…die Asphalt-Wertungsprüfung ‚Great Orme Llandudno‘ erneut auf dem Programm steht? Die kurvenreiche Straße endet an der Uferpromenade von Llandudno unweit des Podiums.

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