Citroën baut auf Portugal-Konstanz

Von Toni Hoffmann
WRC
Mexiko-Sieger Sébastien Loeb

Mexiko-Sieger Sébastien Loeb

Seit die Rallye Portugal ab 2007 wieder zur Weltmeisterschaft zählt, sassen die Sieger in einem Citroën. Daran soll sich auch 2012 nichts ändern.

Zweimal, 2007 und 2009, gewann Sébastien Loeb das WM-Gastspiel an der portugiesischen Algarve. Danach war zweimal sein ehemaliger Citroën-Teampartner Sébastien Ogier der Sieger. Nach dem Wunsch von Citroën soll diese Konstanz auch beim vierten WM-Lauf in Faro beibehalten werden.

Citroën wünscht sich, wie in Mexiko, wieder einen Doppelsieg, mit dem Frontmann Loeb und seinem neuen Teamkollegen Mikko Hirvonen. In dieser Rangordnung führen die beiden offiziellen Citroën-Piloten auch die Weltmeisterschaft nach drei von 13 Läufen an.

Bevor es aber auf den bekannten portugiesischen Schotter rund um die Algarve-Metropole Faro geht, steht direkt nach dem Start am Donnerstagnachmittag um 15:25 Uhr (MESZ) in Lissabon die nur 3,27 km lange Zuschauer-Prüfung auf den Asphaltstrassen der portugiesischen Hauptstadt an. Auf den Weg zum zentralen Serviceplatz am Algarve-Stadion in Faro folgen in dieser Region ab 21:19 Uhr (MESZ) drei Schotterprüfungen, die in der Dunkelheit absolviert werden. Daher kommt dem Qualifying am Mittwochvormittag bei Faro eine sehr grosse Bedeutung zu. Denn nach den dort erzielten Zeiten und der daraus resultierenden Reihenfolge können die Piloten ihren Startplatz für die erste Etappe selbst bestimmen. Im Regelfall wird bei Schotterrallyes ein später Startplatz bevorzugt. In Portugal aber kommen nun die Dunkelheit und der aufgewirbelte Staub der vorausfahrenden Konkurrenten ins Spiel. Daher muss ein später Startplatz nicht unbedingt von Vorteil sein. «Wer die Wahl hat, hat die Qual.»

Der achtfache Rekord-Champion Sébastien Loeb, im Vorjahr Zweiter, stuft den vierten WM-Lauf als die Rallye der Wahrheit ein. «Das ist die erste Rallye in diesem Jahr, die uns die wirkliche Stärke der Teams zeigen wird», meint der 69-fache Rekordsieger Loeb. «In Mexiko haben wir gesehen, dass unsere Gegner einen grossen Schritt vorwärts gemacht haben. Das gilt auch nun für Portugal. Ich denke, wir werden hier einen harten und engen Kampf erleben. Doch ich bin zuversichtlich. Wir haben uns gut vorbereitet. Unser DS3 zeigte bisher auf allen Belägen in dieser Saison eine starke Leistung. Ich denke, das wird in Portugal auch nicht anders sein.»

Mikko Hirvonen hofft an seinen Aufwärtstrend anknüpfen zu können, Vierter in Monte Carlo, Zweiter in Schweden und in Mexiko, 16 Punkte hinter Loeb auf dem Ehrenrang. «Ich mag diese Rallye. In Mexiko konnte ich einige guten Zeiten erzielen und sass am ersten Tag Sébastien dicht im Nacken», erklärt der Vize-Champion Hirvonen. «Ich versuche aber immer noch, meinen Fahrstil dem Citroën DS3 anzupassen. Ich attackiere immer noch zu hart, das Auto geht dabei zu sehr seitwärts. Meine Ingenieure sagen, ich sollte es besser mit der Handbremse versuchen. Wenn ich das aber mache, sind meine Zeiten nicht so gut. Daher muss ich noch an mir arbeiten. Ich hoffe, in Portugal wird es besser.»

Mit seinen bisherigen Ergebnissen aber konnte Hirvonen auch dazu beitragen, dass der Titelverteidiger die WM-Herstellerwertung mit 38 Punkten Vorsprung auf Ford anführt.

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