Italien: Sébastien Ogier gewinnt Königsprüfung 2014

Von Toni Hoffmann
WRC
Sébastien Ogier

Sébastien Ogier

Champion Sébastien Ogier robbt sich bei der Rallye Sardinien an seinen führenden VW-Teamkollegen Jari-Matti Latvala heran und gewinnt die Königsprüfung 2014.

59,13 Kilometer ist die Länge der Prüfung «Monte Lerno» in der Mitte der italienischen Mittelmeerinsel. Sie ist damit die längste Entscheidung der Rallye-Weltmeisterschaft 2014. Der Umstand ist eine zusätzliche Motivation, diesen Italien-Klassiker mit der berühmten Sprungkuppe «Micky's Jump» auch zu gewinnen. Der Titelverteidiger und Tabellenführer Sébastien Ogier hat es beim ersten Durchgang im VW Polo R WRC mit der schnellsten Zeit von 37:15,8 Minuten geschafft und dort seinem zweitschnellsten VW-Stallgefährten Jari-Matti Latvala 11,0 Sekunden abgeknöpft. Mit seiner zweiten Sardinien-Bestmarke reduzierte er den Rückstand zu Latvala auf 17,7 Sekunden.

Um den Leader Latvala gab es auf dieser Prüfung einige Fehl-Spekulationen. So meinte Ogier im Ziel dieser Prügung: «Wir haben vom Team die Information bekommen, dass Jari-Matti steht. Dann hörten wir, dass er weiterfährt.»  

Der Betroffene gab hier die Erklärung: «Die Motortemperatur stieg auf 132° C. Deswegen leuchtete die Warnleuchte. Ich schaltete daher in den Sicherheitsmodus. Wir glaubten schon, wir würden ausfallen. Dann aber sah ich, dass die Temperatur wieder fiel. Nun war alles wieder okay. Aber es war ganz schön stressig.»  

Mads Østberg konnte sich im Citroën DS3 WRC im Kampf um den dritten Platz wieder leicht von Andreas Mikkelsen (VW Polo R WRC) lösen und den Abstand zu seinem Landsmann auf 9,4 Sekunden erhöhen. «Schneller ging es hier nicht. Die Reifen wurden hier ganz schön heiß. Mit den Zwischendaten auf meinem Display hoffte ich, Andreas kontrollieren zu können», sagte der Dritte Østberg (Rückstand: 1:10,8 Minuten).  

Mikkelsen, der sich mit punktgleich mit 48 Zählern mit Østberg den dritten WM-Rang teilt, führte an: «Die Prüfung hat mir gefallen, was aber nicht bedeutete, dass ich hier auf Risiko ging.»  

Martin Prokop, der im privaten Ford Fiesta RS WRC mit einem Rückstand von 3:25,6 Minuten den siebten Rang erreichte, soll Informationen zufolge bei «Micky's Jump» den weitesten Sprung und Mikkelsen den höchsten Sprung erzielt haben.  

Stand nach der 11. von 17 Prüfungen:

1. Latvala/Antilla (FIN) VW Polo R WRC: 2:40:07,9 h.
2. Ogier/Ingrassia (F) VW Polo R WRC: + 17,7 sec.
3. Østberg/Andersson (N/S) Citroën DS3 WRC: + 1:10,8 min.
4. Mikkelsen/Markkula (N/FIN) VW Polo R WRC: + 1:20,2
5. Kubica/Szczepaniak (PL) Ford Fiesta RS WRC: + 2:21,4
6. Evans/Barritt (GB) Ford Fiesta RS WRC: + 3:03,4
7. Prokop/Tomanek (CZ) Ford Fiesta RS WRC: + 3:25,6
8. Solberg/Minor (N/A) Ford Fiesta RS WRC: + 4:07,0
9. Paddon/Kennard (NZ/NZ) Hyundai i20 WRC: + 8:23,9
10. Al Qassimi/Patterson(UAE/IRL) Citroën DS3 WRC: + 11:00,8

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