Citroën-Duo peitscht sich zur Spitze

Von Toni Hoffmann
Sordo konnte sich knapp gegen Loeb behaupten.

Sordo konnte sich knapp gegen Loeb behaupten.

Zur Hälfte des vorletzten Laufes zur Rallye-WM in Spanien treiben sich Dani Sordo und Weltmeister Sébastien Loeb im Citroën C4 zu Höchstleistungen an.

Das Citroën-Duo Dani Sordo und [*Person Sébastien Loeb*] fährt beim «Semi-Finale» der Rallye-WM in Spanien inzwischen seine eigene Rallye. Bei ihrer Bestzeitenjagd treiben sich die beiden Citroën-Piloten mit wechselnden Führungen zu Höchstleistungen an. Da können die Verfolger nicht mithalten. Zur Rallye-Hälfte nach neun von 15 Asphaltprüfungen lag Sordo, in den letzten drei Jahren bei seinem Heimspiel auf dem Ehrenrang, knapp mit neun Zehntelsekunden vor dem vierfachen Spanien-Sieger Loeb. Der Weltmeister löste auf der ersten Samstag-Prüfung Sordo an der Spitze ab, die aber auf der neunten Entscheidung an den WM-Dritten Sordo nach dessen fünften Bestmarke wieder abgeben musste. Der Thronanwärter [*Person Mikko Hirvonen*], derzeit fünf Zähler vor Loeb, fand auch am zweiten Spanien-Tag kein Mittel, dem höllischen Tempo des Zwei-Zacken-Teams folgen zu können. Sein Rückstand als Dritter stieg inzwischen auf 44,6 Sekunden.

«Im Augenblick fühle ich mich sehr gut», sagte Sordo, dem sein Teamkollege Loeb auch Lob zollte. «Er fährt wirklich eine tolle Rallye. Es ist ein harter Kampf», meinte Titelverteidiger Loeb. «Alles ist eigentlich perfekt. Ich muss mir noch keine Sorgen machen.»

«Es ist schon fast immer. Ich versuche zu pushen, aber es kommt nichts dabei raus. Wir wollen aber unser Risiko in Grenzen halten», erklärte der vierfache Saisonsieger Hirvonen. «Wichtiger für uns ist aber, ein Auge auf Petter Solberg zu werfen.» Der von Hirvonen angesprochene Solberg rangierte bei seinem Debüt im Citroën C4 mit einem Rückstand von 1:12,0 Minuten auf dem vierten Rang, 18,7 Sekunden vor seinem Junior-Team-Kollegen Sébastien Ogier.

Das Feld der deutschen Delegation hat sich halbiert. Bester ist weiter Hermann Gassner jr., Spitzenreiter der Deutschen Rallye-Meisterschaft, auf dem 18. Rang (Rückstand: 12:37,3 Minuten). In der Wertung der seriennahen Fahrzeuge ist er im Mitsubishi Lancer hinter seinen führenden Mitsubishi-Kollegen mit dem Pseudonym «ASI» und dem Norweger Eyvind Brynildsen, erstmals im Skoda Fabia S2000 am Start, auf den dritten Rang zurückgefallen. Patrick Anglade rangierte auf dem 41. Platz (22:38,8 Minuten zurück). Bei der vorletzten Runde der Ford Fiesta Sporting-Trophy, in der nach dem vierten von sechs Läufen mit 121 Punkten und 40 Zähler vor Craig Breen führt, notierter er den vierten Rang.

Am Freitagnachmittag schied Mark Wallenwein nach einem Unfall mit seinem Renault Clio aus. In der Junior-WM kann Aaron Burkart im Suzuki Swift nach seinem Ausfall auf der achten Prüfung – Ursache noch unbekannt – die Verteidigung seiner Vize-Meisterschaft in der Junior-WM inzwischen abschreiben. Dieser Titel geht nun kampflos an seinen Suzuki-Kollegen Michal Kosciuszko, beim Junior-Finale in Spanien nicht am Start.

Stand nach 9 von 18 Prüfungen:

1. Dani Sordo/Marc Marti (E), Citroën C4 WRC, 1:47:15,6 h.

2. Sébastien Loeb/Daniel Elena (F/MC), Citroën C4 WRC + 0,9 sec.

3. Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen (FIN), Ford Focus WRC, + 44,6

4. Petter Solberg/Philip Mills (N/GB), Citroën C4 WRC, + 1:12,0 min.

5. Sébastien Ogier/Julien Ingrassia (F), Citroën C4 WRC, + 1:30,7

6. Jari-Matti Latvala/Miikka Antilla (FIN), Ford Focus WRC, + 2:11,9

7. Matthew Wilson/Scott Martin (GB), Ford Focus WRC, + 4:46,1

8. Federico Villagra/Jorge Perez Companc (RA), Ford Focus WRC, + 5:22,2

9. Henning Solberg/Cato Menkerud (N), Ford Focus WRC, + 5:52,7

10. Dany Snobeck/Gilles Mondesir (F), Peugeot 307 WRC, + 6:50,7

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