WRC2: Skoda bei Vollgas-Show in Polen auf Siegkurs?

Von Toni Hoffmann
WRC
Esapekka Lappi im Werks-Skoda Fabia R5

Esapekka Lappi im Werks-Skoda Fabia R5

Vorjahressieger Esapekka Lappi/Janne Ferm und Pontus Tidemand/Jonas Andersson für das Werksteam von Skoda Motorsport im Einsatz, zuletzt vier Skoda Siege in Serie in der WRC2.

Skoda will bei der Vollgas-Show in Polen auf Siegkurs in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC2) bleiben. Vor einem Jahr hatten Esapekka Lappi/Janne Ferm bei der Rallye Polen den historischen ersten WRC2-Triumph für den Skoda Fabia R5 gefeiert – und diesen Erfolg würden die ,fliegenden Finnen‘ in diesem Jahr gerne wiederholen. Als zweites Skoda Werksduo gehen von Donnerstag bis Sonntag die Schweden Pontus Tidemand/Jonas Andersson in eine der schnellsten Rallyes des Jahres. Im Mittelpunkt des Interesses von Zehntausenden Fans wird auch der polnische Pilot Hubert Ptaszek stehen, der ebenfalls in einem Skoda Fabia R5 unterwegs ist.

«Die Rallye Polen ist ein ganz besonderes Event für uns. Vor einem Jahr haben wir hier den ersten Sieg mit unserem neuen Skoda Fabia R5 in der Rallye-Weltmeisterschaft gefeiert. Daran würden wir natürlich in diesem Jahr gern anknüpfen», sagt Skoda Motorsport-Direktor Michal Hrabánek. Mit der Rallye Polen beginnen die Highspeed-Wochen in der WRC2. Das Traditionsevent im masurischen Seengebiet ist neben der anschließenden Rallye Finnland die Rallye mit der höchsten Durchschnittsgeschwindigkeit im gesamten WM-Kalender.

2015: Skoda-Doppelsieg

«Auf den ultraschnellen Pisten ist Mut gefragt, aber man muss genauso mit Köpfchen fahren. Im vergangenen Jahr ist Esapekka Lappi und Pontus Tidemand diese Balance bei ihrem Doppelsieg hervorragend gelungen. Die Konkurrenz ist jedoch noch härter als 2015, wir können uns auf eine spannende Rallye Polen freuen», so Hrabánek weiter. Die sechs Erstplatzierten in der Gesamtwertung der WRC2 – bis auf Spitzenreiter Elfyn Evans (GB) fahren alle einen Skoda Fabia R5 – werden auf den 306,10 Kilometern durch dichte Wälder und vorbei an wunderschönen Seen um Topzeiten kämpfen.

In den letzten vier WRC2-Rallyes hatte jeweils ein Pilot im Hightech-Allradler Fabia R5 triumphiert. Bei der Rallye Italien vor gut zwei Wochen war der 22 Jahre junge Finne Teemu Suninen erfolgreich, der die Siegesserie bei der Rallye Mexiko auch begonnen hatte. Bei der Rallye Argentinien war Nicolás Fuchs (PE) im schnellen und zuverlässigen Allradler aus Mladá Boleslav nicht zu schlagen. Bei der Rallye Portugal feierte Werkspilot Pontus Tidemand auf dem obersten Siegerpodest.

Der Schwede freut sich auf die Rückkehr nach Polen: «Die schnellen Pisten bei der Rallye Polen liegen mir, das hat schon mein zweiter Platz im vergangenen Jahr gezeigt. Jonas und ich wollen ein weiteres Topresultat einfahren, um die Chancen im Titelkampf der WRC2 zu verbessern. Dafür sind vor allem gute Nerven gefragt.» Teamkollege Esapekka Lappi will nach seinem neunten Platz bei der Rallye Italien angreifen: «Wir haben auf Sardinien mit Bestzeiten unser Potenzial gezeigt, aber leider nicht das entsprechende Gesamtresultat eingefahren. Die megaschnellen Pisten in Polen erinnern mich an die in meiner Heimat Finnland, hier fühle ich mich fast wie zu Hause. Wir wollen definitiv um den Sieg mitkämpfen.»

Das wird jedoch alles andere als einfach – neben Lappi und Tidemand werden sechs weitere Piloten im Skoda Fabia R5 antreten. Dazu gehören die in diesem Jahr schon in der WRC2 siegreichen Teemu Suninen und Nicolás Fuchs. Aber auch Lokalheld Hubert Ptaszek will im schnellen und zuverlässigen Turboboliden aus Tschechien in sein Heimevent gehen. Sein Copilot Maciej Szczepaniak (PL) hat die bei der Rallye Portugal erlittene Verletzung auskuriert und freut sich aufs Comeback in der WRC2. «Die Rallye Polen ist ein Höhepunkt der Saison für mich. Ich freue mich riesig auf die vielen Fans in der Heimat und will ihnen eine gute Show bieten», sagt Ptaszek. Vielleicht kann er sich ja auch ein vorzeitiges Geburtstagsgeschenk machen: Der Skoda Youngster wird zwei Tage nach dem großen Finale der Rallye Polen 23 Jahre alt.

 Armin Kremer (D) wird bei der Rallye Polen ebenfalls ins Lenkrad eines Skoda Fabia R5 greifen. Nach bisher drei von sechs möglichen WM-Einsätzen liegen er und sein Beifahrer Pirmin Winklhofer (D) aktuell auf dem sechsten Gesamtrang.


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