DTM

Neuer Name ab 2020: «D in DTM ist ein Stolperstein»

Von - 11.01.2019 09:42

Die DTM soll einen neuen Namen bekommen. Zur Disposition steht vor allem das «D» in DTM, für den deutschen Teil beim Tourenwagen Masters.

Gerhard Berger hat es schmerzlich erfahren müssen. Immer wieder. Das Gute bei der Suche nach einem Nachfolger für Mercedes war ja, dass der DTM-Chef ein ungefiltertes Feedback zum Ist-Zustand der Serie erhalten hat, als er unzählige Gespräche mit Herstellern geführt hat.

Bei vielen Herstellern herrscht noch immer das Vorurteil, die DTM sei so etwas wie ein deutscher Klub, wie es Berger mal beschrieb. Politik, Klüngel, Absprachen und Vetternwirtschaft – Relikte aus der Vergangenheit, die bei der Suche nicht geholfen haben. Die Anpassung des Seriennamens ist für 2020 vorgesehen.

Auch Audis Motorsportchef Dieter Gass hat die Erfahrung gemacht. «Wir haben in den letzten Jahren, wenn es darum ging, neue Hersteller für die DTM zu interessieren, immer wieder erfahren müssen: Das D im Markennamen DTM ist für internationale Hersteller ein Stolperstein. Deshalb begrüßen wir es auch, dass man der Internationalisierung mit einem neuen Namen Rechnung tragen wird», sagte Gass.

Er betonte zudem: «Wir haben Interesse an einer weiteren Internationalisierung. Eine solch hochwertige Meisterschaft wie die DTM nur in Deutschland, das ist mittel- und langfristig nur schwer zu platzieren und zu betreiben. Deshalb ist es sehr interessant und wichtig, sich weiter zu internationalisieren. Dafür ist die Teilnahme von Aston Martin ein erster wichtiger Schritt.»

Berger weiß aber, dass Hauruck-Aktionen nichts bringen. Weder beim Namen, noch beim Kalender.

Er sagt: «Ziel ist es, Schritt für Schritt internationaler zu werden und mehr Rennen auf globaler Ebene zu organisieren. Dabei gehen wir behutsam vor. Das kann man nicht von einem auf das andere Jahr erzwingen.»

Geht es um konkrete Vorschläge für einen neuen Namen der DTM, halten sich beide noch vornehm zurück. Gass erklärte: «Das wäre ein unpassender Vorstoß. Da lehne ich mich lieber zurück und lass mich überraschen, was die mit diesem Projekt beschäftigen Leute dazu rausbringen werden.»

«Es ist kein Geheimnis, dass wir daran arbeiten. Die stärkere internationale Ausprägung der Serie soll ab 2020 auch im Namen zum Ausdruck kommen. Aber es ist noch zu früh für erste Vorschläge», sagte Berger.


Adresse dieses Artikels:

© SPEEDWEEK.COM
SPEEDWEEK auf Google+
Druckansicht
DTM: Schritt für Schritt internationaler werden © DTM DTM: Schritt für Schritt internationaler werden
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

video

DTM

Mercedes-AMG DTM - Bis zur letzten Sekunde

Speedweek auf Twitter Speedweek auf Facebook Der Speedweek RSS Feed

Thema der Woche

Von Mathias Brunner

Mercedes: Wann werden Dauer-Sieger unsympathisch?

​​Die Fans mögen keine Dauer-Sieger. Das beste Beispiel: Als Michael Schumacher (Ferrari) und Sebastian Vettel (Red Bull Racing) alles in Grund und Boden fuhren. Mercedes-Teamchef Toto Wolff bleibt gelassen.

» weiterlesen

 

tv programm

Servus Sport aktuell

Mi. 23.01., 19:15, ServusTV Österreich


Formula E Street Racers

Mi. 23.01., 19:30, ORF Sport+


Formula Drift Championship

Mi. 23.01., 19:35, Motorvision TV


Bundesliga Aktuell

Mi. 23.01., 20:50, SPORT1+


SPORT1 News

Mi. 23.01., 20:50, SPORT1+


Monster Jam Championship Series

Mi. 23.01., 21:50, Motorvision TV


Autofocus

Mi. 23.01., 21:50, ORF 2


NASCAR Cup Series Pocono 400, Pocono Raceway

Mi. 23.01., 22:40, Motorvision TV


SPORT1 News

Mi. 23.01., 22:55, SPORT1+


Bundesliga Aktuell

Mi. 23.01., 23:55, SPORT1+


Zum TV Programm
19