MotoGP: KTM zur Personalie Marc Marquez

Ferrari-Talent Raffaele Marciello: «Nur eine Pause»

Von Vanessa Georgoulas
Raffaele Marciello: «Ich kenne nur schlimme Wörter, wie etwa Scheisse»

Raffaele Marciello: «Ich kenne nur schlimme Wörter, wie etwa Scheisse»

Sauber-Test​pilot Raffaele Marciello verbringt als Mitglied des Ferrari-Nachwuchsteams viel Zeit im Simulator. Der 20-Jährige erklärt, wie sich das anfühlt und wie er von seiner PlayStation-Erfahrung profitieren konnte.

Raffaele Marciello ist in diesem Jahr der offizielle Test- und Ersatzfahrer des Sauber-Teams. In dieser Funktion durfte der in Zürich geborene Italiener in diesem Jahr schon zwei Mal im ersten freien Training ausrücken: Sowohl in Malaysia als auch in Spanien sass er am Steuer des C34.

Es war nicht die erste Ausfahrt des 20-jährigen Italieners, der im Schweizer Kanton Lugano und in Maranello zuhause ist. Denn als Mitglied des Ferrari-Nachwuchsteams Ferrari Driver Academy durfte er schon im November 2014 im roten Renner auf die Strecke: Im Abu Dhabi-Nachsaisontest drehte er im Ferrari F14 T die zweitschnellste Runde.

Im exklusiven SPEEDWEEK.com-Interview spricht Marciello über seine Arbeit in Maranello, das Fahren im Simulator und die Vorteile, die sich durchs Gamen auf der Spielkonsole ergeben.

Raffaele Marciello, wie viel Zeit hast du in Zürich verbracht?

Das war nur das erste Jahr meines Lebens, danach sind wir nach Lugano gezogen, wo ich mit meinen Eltern immer noch wohne.

Kannst du denn ein bisschen Deutsch sprechen?

Kaum, denn weil meine Mutter Italienisch spricht, haben wir zuhause nicht auf deutsch unterhalten. Ich kenne deshalb nur schlimme Wörter, wie Scheisse. Und ich kenne auch das Wort Kartoffel (lacht).

Verbindest du irgendwelche Erinnerungen damit oder ist das zu lange her?

Da das noch sehr früh war, sind meine Erinnerungen eigentlich nur mit Lugano verknüpft. Da wohne ich an den Wochenenden übrigens immer noch mit meinen Eltern.

Und wo bist du sonst noch zuhause?

Unter der Woche bin ich in Maranello, weil ich dort für Ferrari arbeite.

Bist du jede Woche bei der Scuderia?

Ja, ich trainiere dort meine Fitness und absolviere auch ein Mentaltraining. Daneben sitze ich auch oft im Simulator.

Der Ferrari-Simulator wurde ja verbessert, oder?

Nein, es ist immer noch dasselbe…

Einigen Formel-1-Piloten wird im Simulator schlecht. Du auch?

Nein, ich mache das jetzt schon seit vier Jahren, ich habe mich also daran gewöhnt. Als ich 2011 zum ersten Mal im Simulator sass, musste ich eine kurze Pause einlegen. Doch nach fünf Minuten konnte ich weitermachen, ab da ging es eigentlich ganz gut.

Kanntest du die Situation vom Spielen an der Spielkonsole oder bist du kein Gamer?

Früher war ich das, aber jetzt bleibt keine Zeit mehr dazu.

War die Erfahrung beim PC-Spiel eine Hilfe für dich?

Klar, wenn ich etwa auf der PlayStation eine berühmte Strecke oft gefahren bin, wusste ich, was mich im Simulator erwartet. Es war sicher nicht hinderlich.

Hat es sich eigenartig angefühlt, die Strecken dann zum ersten Mal in Realität zu fahren?

Die Unterschiede halten sich auf einer normalen Strecke in Grenzen, aber wenn man einen Stadtkurs fährt, dann ist das schon etwas ganz Anderes. Am meisten merkt man es in Kurven wie der berühmten Eau Rouge auf dem Circuit de Spa-Francorchamps oder der ersten Kurve in Brasilien. Da ist der Unterschied schon gut spürbar.

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