Superbike-WM

Ratschlag für BMW: «Sie müssen auf Tom Sykes hören»

Von - 06.03.2019 10:11

In seinen ersten vier Monaten bei BMW hat sich Tom Sykes viel Respekt erarbeitet. Der Superbike-Weltmeister von 2013 kann mit seiner Erfahrung viel zur schnellen Entwicklung der neuen S1000RR beitragen.

20 Jahre lange hatte Kawasaki in der Superbike-WM nichts zu melden, 2013 holte Tom Sykes den ersten WM-Titel für die Grünen seit Scott Russell 1993. «Manche können sich vielleicht noch an die Zeit erinnern, als sich Kawasaki mit dem heutigen Team Provec verbündet hat», erzählte Marcel Duinker, langjähriger Crew-Chief von Sykes im Kawasaki-Werksteam. «Es dauerte 2012 nur ein Rennen, bis wir das Podium erreicht hatten und nur zwei Meetings später haben wir den ersten Laufsieg eingefahren. Das war möglich durch einen Fahrer, der die Schwächen das Motorrads benennen konnte und Ingenieure, die Lösungen dafür fanden. Es ist die Kombination, die bei uns zum Titelgewinn im Jahr darauf führte.»

Seit 2012 wurde Sykes zu einem der erfolgreichsten Superbike-Piloten: 2013 gewann er die Meisterschaft, dreimal wurde er Vizeweltmeister. Neben 34 Laufsiegen holte der Engländer 108 Podiumsplätze und eroberte 48 Pole-Positions.

Dieses Jahr fährt er für das neue BMW-Werksteam – und hat sich in den ersten vier Monaten viel Respekt erarbeitet. «Tom überflutet die Ingenieure nicht mit seinen Eindrücken, sondern schildert auf den Punkt was wie läuft und was anders sein muss», erklärte Team-Prinzipal Shaun Muir SPEEDWEEK.com. «Nach den Tests und dem ersten Rennwochenende kann ich sagen: Die Qualität seiner Aussagen ist herausragend.»

Als Nummer 1 im BMW-Team hat Sykes den Vorteil, die neue S1000RR nach seinen Vorstellungen zu formen, wie er das von 2011 bis 2014 bei Kawasaki tun konnte. «Tom ist der beste Sensor, vielleicht ist er sogar der Beste im gesamten Fahrerlager, um ein Bike bestmöglich abzustimmen und zu verbessern», lobte ihn Duinker. «Es ist nicht nur seine technische Expertise, er hat das einmalige Talent ein Motorrad wirklich zu durchschauen und zu merken, wo welches Limit vorhanden ist. Wenn BMW und das Team verstehen was Tom braucht und auf ihn hören, dann schiebt das die Entwicklung enorm an. Obwohl es dem BMW-Motor bislang an Leistung fehlt, hat Tom in Australien beachtliche Arbeit erledigt. Ich habe ihn auf Phillip Island ein paar Mal auf der Rennstrecke beobachtet, er kehrt langsam zu seinem natürlichen Fahrstil zurück. Sobald das Motorrad besser ist, wird Tom vorne mitfahren.»

Sykes antwortete auf die Frage, ob BMW in der Lage sein wird ihm ein Motorrad nach seinen Bedürfnissen zu bauen: «Ganz klar ja. Sobald wir die nächste Motorausbaustufe erhalten, sind wir bei der Musik.»

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