Mattia Binotto zählt auf: Daran muss Audi noch arbeiten
Audi-F1-Projektchef Mattia Binotto listet auf, an welchen Punkten der deutsche Rennstall in den nächsten Wochen noch arbeiten muss. Auf welchen Baustellen der Schwerpunkt künftig liegen soll.
Zwischen den Grands Prix in China und Japan war einiges los beim Audi-F1-Team. Teamchef Jonathan Wheatley schmiss hin. Seine Funktion als Sprachrohr des Rennstalls übernimmt nun Mattia Binotto, Chef des F1-Projekts bei Audi. Mit den Plätzen 11 (Hülkenberg) und 13 (Bortoleto) in Suzuka hinterließ das Rennen bei dem Ingenieur gemischte Gefühle. Noch ist viel zu tun, erklärt Binotto. Das Team steht bei zwei WM-Punkten.
Binotto lobt Zuverlässigkeit
Der in der Schweiz geborene Italiener nach dem Rennen: «Positiv zu vermerken ist, dass beide Autos ins Rennen gestartet sind und die volle Distanz zurückgelegt haben – das ist ein wichtiger Schritt nach vorne für das Team. Die Zuverlässigkeit war durchweg gut, und auch operativ wurde das Rennen gut umgesetzt, einschließlich konstanter Boxenstopps ohne Probleme. Auch das Tempo des Autos war ermutigend. Wir haben gezeigt, dass wir um die Top-10 mithalten können.»
Besonders hebt er die Rolle des deutschen Piloten Nico Hülkenberg hervor, der mit Platz 11 nur haarscharf die Punkte verpasste. Binotto: «Insbesondere Nicos Rennen hat das unter Beweis gestellt: Er kämpfte sich gut durch das Feld, überholte einige schnelle Autos und landete knapp außerhalb der Punkteränge. Das unterstreicht das zugrunde liegende Potenzial des Pakets.»
Zu seinem Kollegen Gabriel Bortoleto merkt Binotto an: «Gabriel hatte ein starkes Wochenende, aber heute haben wir ihm nicht die Voraussetzungen geboten, sein volles Potenzial auszuschöpfen: Aufgrund seiner guten Leistung gestern und im Training wäre er wahrscheinlich zusammen mit Nico ganz vorne am Rande der Punkteränge gewesen.»
An diesen Punkten muss Audi noch arbeiten
Für den Ingenieur steht aber auch klar fest, dass noch jede Menge zu tun ist: «Es gibt klare Bereiche, in denen wir uns verbessern müssen. Unsere Startleistung ist noch nicht dort, wo sie sein muss, und wir haben in der ersten Runde deutlich an Boden verloren, was letztendlich die gute Arbeit vom Samstag zunichte machte und das Rennen für beide Fahrer beeinträchtigte. Allgemeiner betrachtet bleiben Fahrbarkeit und Energiemanagement wichtige Schwerpunkte. Als junges Team, das wir sind, müssen wir noch viel lernen und verfeinern.»
Für die Aufarbeitung der Daten aus den ersten drei GP-Wochenenden hat das Team nun einen Monat Zeit, da wegen der Absagen der Nahost-Rennen eine fünfwöchige Pause im Kalender ist. Die Liste mit To-Dos ist klar.
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