Carlos Sainz (Williams): Plan fehlgeschlagen, kalte Schulter von Audi
Vieles deutet darauf hin, dass Max Verstappen dem Red Bull Racing-Team die Treue halten wird. Das hat direkte Auswirkungen auf die Formel-1-Karriere seines früheren Stallgefährten Carlos Sainz.
Beim Transfer-Schach 2026/2027 ist Max Verstappen die Königsfigur. Alles steht und fällt mit der Entscheidung des vierfachen Formel-1-Champions. Doch Gerüchte um einen Wechsel von Verstappen zu McLaren oder um eine Formel-1-Auszeit, ja sogar um seinen F1-Rücktritt, die werden sich wohl in Luft auflösen. Die Zeichen stehen auf Einhalten seines Abkommens mit Red Bull Racing.
Das Management von Carlos Sainz hat gewartet, was mit Verstappen passiert. Aber so langsam dämmert den Spaniern, dass es keine Chance geben wird, von Williams zu Red Bull Racing zu wechseln.
Und auch der Plan, Gerüchte über angebliches Interesse von Audi zu streuen, ist fehlgeschlagen. Audi hat sich wiederholt zu den beiden Piloten Gabriel Bortoleto und Nico Hülkenberg bekannt.
Ferner ist die Variante Ferrari verflogen: Eine Rückkehr nach Italien ist nicht möglich, weil Lewis Hamilton zur alten Form zurückgefunden hat und Charles Leclerc auf Jahre an Ferrari gebunden ist.
Damit bleibt für den 31-jährigen Sainz eigentlich nur noch eine Lösung: ein neues Abkommen mit Williams. Der Madrilene, so berichten spanische Zeitungen, sei sich mit dem britischen Traditionsrennstall einig, das könnte noch vor dem GP-Wochenende von Zandvoort verkündet werden.
Der vierfache GP-Sieger hatte sich 2024 für einen Zweijahresvertrag bei Williams entschieden, weil er von der Vision des Teamchefs James Vowles überzeugt war.
Doch auf eine solide Saison 2025 (WM-Neunter, Ränge 3 in Aserbaidschan und Katar) folgte die Ernüchterung: Gegenwärtig liegt Sainz nur auf WM-Rang 15, mit sechs Punkten und drei neunten Rängen in Shanghai, Miami und Montreal. Zuletzt ging Carlos sechs Mal in Folge leer aus.
Der WM-Fünfte von 2022 und 2024 (mit Ferrari) soll nun bei Williams ein höheres Gehalt ausgehandelt haben, um sich für weitere zwei Jahre an Williams zu binden – allerdings mit ausgeklügelten Leistungsoptionen. Werden die seitens des Rennstalls nicht erfüllt, so heisst es, kann sich Sainz für 2028 neu ausrichten.
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