Aus für Max Verstappen-Heimrennen Zandvoort: Wieso stirbt Traditions-GP?
Nach Ausgabe 2026 des Traditions-Grand Prix von Zandvoort fällt in den Dünen an der Nordsee der Vorhang. Wieso stirbt dieses Formel-1-Rennen, obschon die Tribünen jedes Jahr proppevoll sind?
Nach der Sommerpause nimmt die Formel 1 mit dem WM-Lauf der Niederlande wieder Fahrt auf. Zum vorderhand letzten Formel-1-Rennen auf der Traditionsrennstrecke Zandvoort wird im Sprintformat gefahren.
In den vergangenen Jahren haben die Formel-1-Fans eine Traditionsstrecke nach der anderen verloren: In Hockenheim und auf dem Nürburgring (Deutschland) oder in Magny-Cours oder Le Castellet (Frankreich) wird seit Jahren nicht mehr gefahren, Imola ist nur noch als Reservist ein Thema, Spa und Barcelona gehen in ein Rotationsprinzip über.
Zandvoort begeisterte die Besucher bei der Rückkehr nach 36 Jahren ab 2021 wiederholt mit erstklassiger Organisation, bester Stimmung und proppevollen Tribünen. Wieso also ist mit Ausgabe 2026 Schluss?
Die zwei Hauptgründe für das Aus: Die Niederländer konnten sich vor zwei Jahren mit dem Vorschlag eines Rotationssystems zwischen dem Rennen in Zandvoort und jenem von Spa-Francorchamps in Belgien nicht anfreunden. Und eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Veranstaltungstickets machte es für die Organisatoren immer schwieriger, das Formel-1-Rennen kostendeckend durchzuführen.
Der WM-Lauf war nach einer Pause ab 1985 im Jahre 2021 zurückgekehrt und wurde schnell zu einem Vorbild in Sachen lockerer Party-Stimmung an einer Rennstrecke. Dank Max Verstappen fand der Grand Prix jedes Mal vor vollen Rängen statt.
Formel-1-CEO Stefano Domenicali lobt: «Ich bin den Veranstaltern des niederländischen Grand Prix sehr dankbar für ihre vorbildliche Arbeit. Sie haben die Latte höhergelegt für alle europäischen Organisatoren, was Spektakel und Unterhaltungsprogramm angeht.»
«Wir haben versucht, gemeinsam eine Lösung zu finden, dabei wurde auch erwogen, das Rennen nur noch alle zwei Jahre durchzuführen. Wir respektieren die Entscheidung des Promoters, mit der Ausgabe 2026 aufzuhören.»
Robert van Overdijk, Direktor des WM-Laufs: «Wir haben ohne jeden Zweifel eine Erfolgsgeschichte geschrieben. Aber wir sind ein Rennen, das aus privater Hand finanziert wird, und wir mussten Risiken und Verantwortung sorgsam abwägen. Wir haben uns aus diesem Grund dazu entschlossen, 2026 aufzuhören.»
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