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Euro Moto Sportbike-Sieger Bijman (Triumph) macht Fans in Assen glücklich
Die Punkteausbeute war für den Mann vom Team GERT56 nicht schlecht. Dennoch machte er sich Gedanken um seine sparsame Renn-Pace und bedankt sich für den zweiten Platz.
Assen war für den ehemaligen WM-Piloten Marcel Schrötter wie das Wiedersehen mit einem alten Bekannten. Alle Rennserien, in denen der Bayer in seiner Karriere unterwegs war, hatten in ihrem Kalender auch immer einen Assen-Termin verankert. Richtig leicht von der Hand ging dem BMW-Piloten das Rennwochenende allerdings nicht und die Miene nach den Rennen war eher ernst als freudestrahlend.
Nachdem er seine Knieverletzung , die er sich von seinem Langstrecken-WM-Ausflug aus Japan mitgebracht hatte, zwei Wochen zuvor in Oschersleben besser als erwartet verkraftet hatte, hoffte er, beim fünften Rennen der Saison in noch besserer Form zu sein. Dieser Wunsch sollte auf jeden Fall in Erfüllung gehen. Aus seiner Startposition in der ersten Startreihe konnte Schrötter bei den beiden Rennen am Sonntag nicht wirklich Profit schlagen, da er Schwierigkeiten hatte, ein Gefühl für die frischen Reifen zu entwickeln.
Ein vierter Platz im ersten Rennen war das bescheidene Ergebnis, bevor er im zweiten Rennen erneut mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hatte. Erst wenige Runden vor dem Ziel gelang es Schrötter, das Tempo zu steigern und sich von seinen engsten Verfolgern abzusetzen. Sein zweiter Platz war jedoch einem Missgeschick eines Konkurrenten Lukas Tulovic und dessen auf den letzten Meter schwächelnden Ducati geschuldet.
«Insgesamt war Assen ein solides und gutes Wochenende», zeigte sich Schrötter mit etwas Abstand versöhnlicher. «Mit den Rennen bin ich jedoch nicht zufrieden, da ich unerwarteterweise nicht das nötige Tempo hatte, obwohl ich in den Trainings immer konkurrenzfähig war. Die beiden Spitzenreiter hatten oft einen kleinen Vorsprung, aber ich hätte nie gedacht, dass ich als Vierter nicht mit der Führungsgruppe mithalten könnte.»
«Es fühlte sich so an», schilderte er, «als hätte ich keine Chance, auch wenn beide Male die Schlussphase von der Pace her gar nicht so schlecht war. Aber in der ersten Hälfte konnte ich das Potenzial der Reifen nicht voll ausschöpfen und hatte daher nicht die Pace. Das war frustrierend, denn ich möchte ganz vorne mitfahren und um die Spitzenplätze kämpfen.»
Ich möchte aus eigener Kraft ganz vorne mithalten und gute Ergebnisse erzielen.Marcel SCHRÖTTER
«Natürlich freue ich mich über den zweiten Platz im zweiten Rennen, denn die Meisterschaft geht bereits auf das vorletzte Rennwochenende zu, wo jeder Punkt zählt», rechnet er vor. «Aus sportlicher Sicht bin ich jedoch ein wenig enttäuscht von unserer Race-Pace an diesem Wochenende. Wir haben also für die beiden verbleibenden Veranstaltungen noch einiges zu tun. Wir planen bereits und tun, was wir machen können. Am Nürburgring haben wir am Donnerstag einen weiteren Testtag, der für uns genau zum richtigen Zeitpunkt kommt, um ein paar verschiedene Ansätze auszuprobieren, damit wir wieder ganz vorne mitmischen können. Denn wie gesagt: Ich möchte aus eigener Kraft ganz vorne mithalten und gute Ergebnisse erzielen.» Am Nürburgring muss Marcel Schrötter, wenn er die vorzeitige Titelverteidigung von Lukas Tulovic verhindern will, ordentlich performen.
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