Fahreraufstellung nachgeschärft: Das fertige Bild der Königsklasse 2027
Auch wenn es zuletzt keine weiteren Bestätigungen zum finalen Fahreraufgebot der neuen MotoGP-Ära gab, Fragezeichen zu den 22 Piloten der Königsklasse gibt es keine mehr. Es geht nur noch um Details.
Vor dem letzten Event der MotoGP landete die letzte offizielle Mitteilung zum Aufgebot der MotoGP auf den Schreibtischen der Sportmedien. Mit der
Keine Zweifel gibt es mehr am Nachfolger. Noch-KTM-Tech3-Athlet Enea Bastianini hat sich mit dem US-Team geeinigt – doch bislang liegen die vorgeschriebenen Informationen noch in den Schubladen. Vorstellbar wäre, die offizielle Kommunikation auf den Misano-GP (in knapp vier Wochen) zum Heimrennen des Italieners zu schalten, der in fünfeinhalb MotoGP-Jahren immerhin sieben Siege erstreiten konnte. Alle Erfolge feierte «La Bestia» auf einer Ducati, mit der KTM RC16 kam der Italiener nicht über dritte Plätze hinaus.
Ebenfalls eine Position wartet noch auf ihre finale Bestätigung bei Pramac-Yamaha. Der Satellit der Japaner wird den zweiten Job in der MotoGP neben Toprak Razgatlioglu auf dem kurzen Dienstweg besetzen – mit Eigengewächs Izan Guevara. Pünktlich zum Beginn der 850er-Ära hat sich der Moto3-Weltmeister von 2022 auch in der mittleren WM-Kategorie zum Siegfahrer entwickelt. Ob Guevara, derzeit WM-Zweiter, als Champion oder nicht aufsteigt, dürfte nicht entscheidend sein. Die Bedienung durch den eigenen Moto2-Rennstall ist aufgelegt. Auch hier ist die Bekanntgabe durch Yamaha reine Formsache.
Damit bleiben die Teams VR46 und Tech3, von denen es für beide Positionen bislang noch keine Mitteilungen gibt. Pilot 1 bei VR46-Ducati ist mit Fermin Aldeguer über das offizielle Junior-Programm von Ducati Corse gesetzt. Aldeguer hat sich in 18 Monaten MotoGP bei Gresini als schlagkräftig erwiesen. Da Aldeguer sogar noch jünger ist als Pedro Acosta, will man den zweiten spanischen Youngster unbedingt bei Corse halten – auch weil eine nochmalige Verlängerung nach 2028 vom dann 36-jährigen Marc Marquez im Werksteam nicht hochwahrscheinlich ist.
Auch wenn Ducati Corse nach eigenen Aussagen keinen Wert auf den Personalausweis des Piloten legt, so wird sich Italien doch über den einzigen Landsmann auf Ducati freuen: Nicolo Bulega. Für den Italiener, der die Superbike-WM dominiert, schließt sich mit dem Andockmanöver bei VR46 in der Königsklasse der Karrierekreis. Ende 2021 verließ der VR46-Schützling das GP-Paddock, um 2027 als zweifacher Weltmeister zu seinen Wurzeln zurückzukehren.
Bleibt Tech3. Vor dem letzten MotoGP-Wochenende schienen noch drei Piloten im Rennen um einen Job bei Günther Steiner zu sein. In Silverstone wurde aber klar, wer 2028 die 850er-Kunden-KTM bewegen wird. Als Steiner beharrlich von seinem Plan, mit einem Rookie und einem Routinier anzutreten, sprach, deutete endgültig alles auf den erfahrenen Luca Marini hin. Marini bringt alles mit, außer einem Sieg in der Königsklasse.
Als der Inhaber des französischen Tech3-Teams im Gespräch mit den Medien auch explizit auf das jugendliche Potenzial von Senna Agius einging, ließ sich auch ohne Kristallkugel das Bild der MotoGP 2027 erkennen. Mit nur noch 850 ccm Hubraum und ohne Ride-Height-Device werden 17 aktuelle MotoGP-Asse auf fünf Rookies treffen. Nur zwei Tage nach dem Saisonfinale 2026 beginnt ebenfalls in Valencia eine Kampagne, die sich den Begriff «Neu» verdient haben wird.
MotoGP-Startfeld 2027:
DUCATI:
Lenovo: Marc Marquez (E), Pedro Acosta (E)
VR46: Fermin Aldeguer (E), Nicolo Bulega (I)
Gresini: Daniel Holgado (E), Joan Mir (E)
APRILIA:
Aprilia Racing: Marco Bezzecchi (I), Pecco Bagnaia (I)
Trackhouse: Enea Bastianini (I), Raul Fernandez (E)
KTM:
Factory Racing: Alex Marquez (E), Fabio Di Giannantonio (I)
Tech3: Senna Agius, Luca Marini
HONDA:
HRC: Fabio Quartararo (F), Moreira oder Alonso
LCR: Johann Zarco (F), Moreira oder Alonso
YAMAHA:
Factory Racing: Jorge Martin (E), Ai Ogura (J)
Pramac: Toprak Razgatlioglu (TR), Izan Guevara (E)
Fahrernamen in fett = nicht bestätigt
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