Ritterschlag durch Álvaro Bautista (41): Barni Ducati wie ein Werksteam
Zum ersten Mal fährt Álvaro Bautista in der Superbike-WM 2026 nicht in einem Werksteam. Im Ducati-Team Barni Racing sind die Voraussetzungen aber keinen Deut schlechter, lobt der Spanier.
Mit 41 Jahren ist Álvaro Bautista der älteste Pilot der Superbike-WM 2026, und es ist fraglich, ob der 63-fache Sieger auch im kommenden Jahr in der Startaufstellung stehen wird. Nicht wegen seines Alters, sondern weil das Reglement und auch die Entwicklung der Motorräder für einen Fahrer mit seinen körperlichen Eigenschaften nicht vorteilhaft sind.
Deswegen wurden die Ergebnisse des Spaniers ab 2024 immer schlechter, wodurch Bautista wiederum seinen Platz im Werksteam Aruba.it Ducati verlor und für 2026 zum Kundenteam Barni Racing wechseln musste. Ein qualitativer Abstieg war das nicht, betonte der Familienvater. «Gar nicht – was Veranstaltungen, Interviews oder die Arbeit abseits der Rennstrecke angeht, schon ein wenig. Aber aus technischer Sicht steht das Team Barni meiner Meinung nach einem Werksteam in nichts nach», sagte Bautista im Gespräch mit SPEEDWEEK.com-Mitarbeiter Manuel Pecino.
Für Teamchef Marco Barnabo sind die Worte des zweifachen Superbike-Weltmeisters wie ein Ritterschlag, auch wenn die Zusammenarbeit mit dem Spanier nicht sonderlich erfolgreich verläuft. Vier Meetings vor Saisonende belegt Bautista mit nur einem Podium Rang 9 der Gesamtwertung.
Würden die aktuellen Probleme in einem Werksteam aber nicht besser gelöst werden können? «Ich weiß es nicht. Aber ich kann dir sagen, dass wir das Problem auch nicht gelöst haben, als die Mindestgewichtsregelung eingeführt wurde», relativierte Bautista. «Damals war es zudem dasselbe Motorrad mit dem zusätzlichen Gewicht. Bis zu diesem Zeitpunkt kämpfte ich um den Sieg, danach war ich Dritter und so weiter. Aber wir haben das Problem nicht gelöst, um wieder zu gewinnen.»
Bautista weiter: «Ich weiß also nicht, ob sie dieses Problem jetzt für mich lösen würden oder nicht, aber es ist klar, dass Barni sehr hart arbeitet. Er hat mir eine andere Schwinge als die serienmäßige gebaut. Wir haben eine Schwinge entwickelt, die wir bereits in England eingesetzt haben, und offen gestanden hat sie tatsächlich positive Eigenschaften, die uns helfen können, aber es stimmt auch, dass wir ständig viele Dinge ändern. Sogar bei manchen Rennen gehen wir mit unterschiedlichen Set-ups an den Start, weil wir uns verbessern wollen, und manchmal liegen wir daneben. Aber Barni gibt 110 Prozent, um mir zu helfen, dieses Gefühl wiederzufinden.»
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