Phase 2: So könnte die Moto3-Karriere von Leo Rammerstorfer weitergehen
Noch konnte Leo Rammerstorfer keine großen Ausrufezeichen in der Moto3-WM setzen. Doch die Chancen stehen gut, dass der Rookie aus Österreich auch 2027 wieder an den Start geht – auf einer KTM.
Das Jahr 2026 hatte bereits begonnen, da hatte die Motorrad-Straßen-WM doch noch einen deutschsprachigen Athleten. Leo Rammerstorfer hatte sich mit der namhaften Mannschaft SIC58 Squadra Corse auf einen Einstieg in das Moto3-Fahrerlager geeinigt. Der Rookies-Cup-Pilot aus dem Mühlviertel in Österreich nutzte die Chance und übernahm die bereits ausgehandelte Position des Schweizers Noah Dettwiler, der seine WM-Karriere nach dem verheerenden Crash in Malaysia beenden musste.
Leo Rammerstorfer, der nach Platz 13 im Red Bull Rookies Cup 2025 als unbeschriebenes Blatt in die WM kam, verschaffte sich schnell Respekt. Beim Debüt in Thailand gab es den ersten Punkt, in Brasilien verblüffte der Neuling im Zeittraining mit P9 und der Q2-Teilnahme. Nach derben Abflügen und ernüchternden Rennen zurück in Europa war der Österreicher, der in der vergangenen Woche seinen 22. Geburtstag hatte, zurück in der Moto3-Realität. Doch das selbsteckte Ziel, nicht hinterherzufahren, hat der Honda-Pilot aus dem Stand erreicht.
Wechsel auf überlegene Moto3-KTM reizvoll
Beim ersten Rennen nach der Sommerpause und der Premiere Rammerstorfers in Silverstone reichte es für Platz 17. In der WM-Tabelle hält die Startnummer 5 mit vier WM-Punkten Position 24. Dass es für den Teamkollegen des Iren Casey O’Gorman nach einem Lehrjahr 2026 in Zukunft besser läuft, dafür ist der Pilot selbst überzeugt.
Mit Unterstützung des Familien-Managements könnte für 2027 der Wechsel auf die nicht nur zahlenmäßig in der Moto3 überlegene KTM RC4 gelingen. Es wird das letzte Jahr, in dem die filigranen Einzylinder-Prototypen zum Einsatz kommen. 2028 folgt die Revolution mit einheitlichen Motorrädern von Yamaha.
Leo Rammerstorfer: 2027 Teamkollege von Rookies-Cup-Leader Fernandez?
Bis es soweit ist, gilt es, sich in der Moto3-WM zu etablieren. Eine vielversprechende Möglichkeit wäre der Wechsel in Team MTA von Alessandro Tonucci. MTA plant für 2027 einen fahrerischen Neustart. Verpflichtet wurde bereits der aktuell Führende im Red Bull Rookies Cup, Benat Fernandez. Wie bereits auf SPEEDWEEK.com berichtet,
Die zweite KTM könnte von Leo Rammerstorfer gesteuert werden. Ob man sich bereits verbindlich auf eine Zusammenarbeit für 2027 geeinigt hat, ist unklar, doch der schnellste Pilot aus Österreich gilt als aussichtsreicher Kandidat für den Markenwechsel. Kommt es zu dem Transfer, dann dürfte Leo Rammerstorfer auch im kommenden Jahr als deutschsprachiger Solist in Erscheinung treten. Denn weitere Hoffnungsträger, allen voran Fynn Kratochwil (16), sind noch zu jung und unerfahren für die WM-Bühne.
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