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Eisspeedway-WM in Inzell: «Eishans» stürzte mehrmals und hatte kein Glück
Ein Wochenende zum Vergessen erlebte Johann Weber in Inzell. Nach drei Stürzen am Samstag, tags darauf einem weiteren richtigen sowie einem Fast-Sturz schwänzte er die letzten zwei Heats.
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«Ich habe schon viel Sch… erlebt, aber so etwas wie an diesem Wochenende noch nie. Irgendwie hat das Motorradl merkwürdige Dinge gemacht und ist hinten immer schlagartig ausgebrochen. So hat es einfach keinen Sinn mehr gemacht. Irgendwann war die Motivation dann auch im Keller», erklärte Hans Weber nach dem Rennen im Fahrerlager gegenüber SPEEDWEEK.com verständlich angefressen, jedoch so professionell, dass er sich nicht verkroch, sondern Rede und Antwort stand.
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Vorausgegangen war das schlimmste Rennwochenende seiner Karriere. Bei der WM-Quali in Örvik, bei einem Rennen zur Schwedischen Liga und beim Einladungsrennen in St. Johann war er überall Dritter geworden und damit mit seinem Eisspeedway-Comeback nach einjähriger Pause im Wesentlichen zufrieden. Auch am Trainingsfreitag lief alles noch nach Plan, doch am ersten Renntag der GP-Saison 2026 war ab dem zweiten Heat der Wurm drin. Im ersten Lauf schrieb er als Zweiter hinter dem späteren Tageszweiten, dem Finnen Max Koivula, zwei Punkte, doch danach nahm das Unheil seinen Lauf. In seinen drei weiteren Heats landete er jeweils in den Balustraden, was selbst für den immer angriffslustigen «Eishans» ungewöhnlich viel war. Dabei brachte auch ein zwischenzeitlicher Bike-Wechsel keine Besserung. Ein weiterer Punkt für Platz 3 in seinem letzten Lauf war da auch kein Trostpflaster.
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Einen in dieser Bike-Konfiguration nicht korrekt arbeitenden Stoßdämpfer oder Reifen vermutend, wurden hinsichtlich Sonntag einige Änderungen vorgenommen und das «… Krönchen gerichtet.»
Auf die letzten beiden Läufe hatte «Eishans» keine Lust mehr Am Sonntag ging es mit einem weiteren Sturz im ersten Heat in gleichem Stil weiter. Im zweiten trieb er in Kurve 1 in Richtung Streckenbegrenzung, konnte diesmal zwar einen Sturz vermeiden, doch als die Räder wieder Grip fanden, bog er fast im 90-Grad-Winkel ins Infield ab. Glücklicherweise kam er kurz vor der Gegengerade zum Stehen. Wie er später kundtat, waren die Symptome mit einem erst normalen Feeling, dann aber einem schlagartig ausbrechenden Hinterrad die gleichen wie am Vortag.
Danach stieg er wieder aufs Nummer-2-Motorrad, doch dieses lieferte Fehlzündungen statt ordnungsgemäßen Vortrieb. Daraufhin war das Maß wohl endgültig voll und er meldete sich bei der Rennleitung für seine letzten beiden Heats ab. «Da hatte ich dann wirklich keine Lust mehr und weh tun wollte ich mir nicht auch noch», begründete der 41-Jährige aus Valley seine Entscheidung. Zu Hause geht es an die Fehlersuche Nach der neuerlichen Kurz-Fehleranalyse vor Ort lautete seine nächste Vermutung in Absprache mit dem Techniker ein Problem im Bereich der Schwinge und einem Spiel in der Hinterrad-Führung. «Ich habe mich mit dem Einser-Motorrad, wie die Rennen zuvor, komplett wohl gefühlt. Aber das urplötzliche Ausbrechen des Hinterrades ist ein Phänomen. Der Sache müssen wir zu Hause auf die Spur kommen. Im Training bin ich es nicht so krass gefahren. Da bin ich mit dem Zweier schneller gefahren.»
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Seinem Mitwirken beim GP3 am 11. April in Heerenveen steht aber nichts im Weg. «WM-16., wie jetzt, möchte ich am Ende auch nicht sein. Also fahren wir da rauf und hoffen das Beste.»
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