Nach Katastrophen-WM: Frustrierter Hans Weber findet es «zum Kotzen»
Die Eisspeedway-Weltmeisterschaft 2026 war nicht der Wettbewerb von Hans Weber. Nach Stürzen in Inzell traten in Heerenveen technische Probleme auf, am Ende steht der enttäuschende 19. Gesamtrang.
«Wir wollten in Holland Schadensbegrenzung betreiben und haben dann noch mal so einen auf den Latz bekommen», stellte ein sichtlich niedergeschlagener Hans Weber nach dem dritten und letzten Grand Prix in Heerenveen fest. «Das war sehr ernüchternd und demoralisierend. Wir stehen wochenlang in der Werkstatt und richten die Motorräder her, die sind technisch auch 1a zusammengebaut, und dann gibt es immer wieder Sachen, die nicht gehen.»
Nach einem Ausfall und einem letzten Platz verpasste der «Eishans» seinen dritten Lauf, nach einem weiteren Ausfall im vierten Durchgang strich der 41-Jährige gefrustet die Segel und trat im fünften Durchgang nicht mehr an. «Ich hatte noch nie so extreme Probleme. In Inzell hatte ich mit dem zweiten Motorrad Probleme mit der Elektrik und in Heerenveen war es dann mit dem ersten Motorrad so. Man hat mit der Zündanlage, dem Zündkerzenstecker und dem Absteller nicht viel Elektrik in dem Motorrad, ich weiß aber noch nicht, woran es letztlich gescheitert ist.»
Hans Weber: «Auf noch so eine WM keinen Bock»
Dass Weber mehr kann als er in der Weltmeisterschaft zeigte, belegen die Resultate in der WM-Qualifikation, im schwedischen Supercup in Strömsund und beim internationalen Rennen in Sankt Johann im Pongau, wo er jeweils aufs Podest raste. «Ich weiß, dass ich von der Geschwindigkeit mithalten und auch vorne reinfahren kann, aber wenn man dann so geschlagen wird mit technischen Problemen, das ist zum Kotzen», so Weber im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Im Training gab es keine Probleme und ich verstehe nicht, warum dann im Rennen so der Wurm drin ist. Ich will Rennen fahren, und dass das Zeug so funktioniert, dass ich auf der Strecke kämpfen kann. Auf noch so eine WM habe ich keinen Bock, denn man investiert einen Haufen Zeit und Geld, so etwas will ich nicht mehr haben.»
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