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Eisspeedway-Team-WM: Finnland schreibt Geschichte – Bronze für Deutschland
Das Eisspeedway der Nationen in Heerenveen (NL) bot Action, Dramen und einen großen Aufreger. Der Schwede Niclas Svensson fuhr überragend, doch das war gegen das starke finnische Duo nicht genug.
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Das Eisspeedway der Nationen 2020 war die letzte Team-WM vor Corona und dem daraus resultierenden Vorschriftenwahn der Behörden. Das Finale war auch der letzte Triumph einer russischen Mannschaft, da Russland seit 2022 von internationalen Wettkämpfen ausgeschlossen ist, wodurch die Finnen und Schweden in die Favoritenrolle schlüpften.
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Aber schon in den ersten Läufen zeigte sich, dass es kein Spaziergang für Schweden und Finnland wird. Zunächst gaben die Finnen in ihrem Auftaktlauf gegen die Deutschen Punkte ab, als sich Max Koivula vom furios fahrenden Max Niedermaier übertölpeln ließ. Der Bayer war dicht am führenden Vizeweltmeister dran, und als der Finne den Deutschen bei der Einfahrt in die letzte Runde innen vermutete, setzte Niedermaier außen an und zog mit vollem Schwung auf der Gegengerade vorbei. Die Schweden verloren einen Punkt im Duell mit den Tschechen, als Ove Ledströms Motorrad am Start nicht so los wollte, wie es sollte. Somit musste Ledström hart fighten, um am Tschechen Andrej Divis vorbeizugehen. Durchgang der Kuriositäten – Methanol verseucht Im dritten Durchgang wurde es kurios und kein einziger Lauf mit vier Fahren beendet. Zunächst brachte Deutschland Maximilian Niedermaier für Christoph Kirchner, der durch Harald Simon im Duell der Deutschen mit den Österreichern zu Sturz gebracht wurde. Während Max Niedermaier vor Jasper Iwema davonpreschte, war sein Cousin auf bestem Weg den dritten Platz und zwei Punkte einzufahren, ehe er ausgangs der dritten Runde ohne Fremdeinwirkung stürzte und raus war. In den darauffolgenden Läufen versagte die Technik bei den Motorrädern von Andrej Divis, Ove Ledström sowie Heikki Huusko und auch Harald Simon konnte nicht ordentlich ums Oval fahren. Die Ursache für die Probleme zeigte sich, als es nach dem Bahndienst nicht weiterging und hektisches Treiben im Stadion zu beobachten war. Im vom Veranstalter ausgegebenen Methanol befand sich Öl, was zu den technischen Problemen führte, sodass die Läufe 8 und 9 wiederholt werden mussten. «Wir von der FIM kontrollieren das Methanol während der Rennen, aber ein Kanister war mit einem Fremdstoff verunreinigt und wurde für einige Motorräder verwendet», äußerte sich FIM-Bahnsport-Boss Armando Castagna zu dem Vorfall. «Es war die richtige Entscheidung, die beiden Läufe zu wiederholen.»
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Martin Posch erlitt offenen Wadenbeinbruch Als die Rennen wieder liefen, kam es beim Duell der Niederländer mit den Österreichern zu einem schweren Sturz, bei dem sich Martin Poschs Bein in seinem Vorderrad verfing, wodurch sich der Österreicher einen offenen Wadenbeinbruch zuzog. Während das Duell der Niederländer mit den Österreichern keinen Einfluss auf die Finalläufe hatte, kristallisierte sich mehr und mehr heraus, dass Deutschland gegen Tschechien um Bronze und Schweden gegen Finnland um Gold fahren würde. Die einzelnen Laufergebnisse waren vor allem für die Wahl der Startplätze für die Finalläufe von Wert.
Kirchner sprengt tschechische Taktik – Finnen holen Gold Im Finale um Bronze wurde schnell die Taktik der Tschechen sichtbar, die Max Niedermaier davonfahren ließen, während Lukas Hutla vom dritten Platz aus Christoph Kirchner blocken sollte. Kirchner spuckte den Tschechen jedoch gehörig in die Suppe und schaffte es, sich zwischen Hutla und Divis zu drängen, was den Deutschen einen 6:3-Erfolg und Bronze bescherte.
«Für mich ist das Klasse gelaufen und ich konnte bis auf einen Lauf alle gewinnen», so Max Niedermaier. «Die Medaille hat eigentlich der Chris geholt, weil er Andrej Divis noch gepackt hat. Ich habe mich fast schlecht gefühlt, weil ich so weit vorne weggefahren bin. Dass die Tschechen den Plan hatten mich fahren zu lassen und Chris zu blocken, haben wir übersehen – Chris hat den Job dann erledigt!» Im Finale um Gold standen Finnland und Schweden. Während Niclas Svensson vor Max Koivula die Führung übernahm, kam Heikki Huusko am Start nicht weg, fand dann aber den Weg an Ove Ledström vorbei auf Platz 3, was den Finnen in der Endabrechnung ein 5:4 und das erste Gold in der Team-Weltmeisterschaft bescherte. «Es fühlt sich unglaublich an, weil wir so ein super Team haben», jubelte Huusko. «Im Finale hatte ich keinen idealen Vortrieb am Start, aber ich konnte Ove überholen und so hat alles gepasst.»
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Ergebnisse Eisspeedway der Nationen Heerenveen/NL:
  • Stand nach den Vorläufen:
  1. Finnland, 31 Punkte: Max Koivula 18, Heikki Huusko 13, Arttu Lehtinen N
  2. Schweden 29: Niclas Svensson 19, Ove Ledström 10, Melwin Björklin N
  3. Deutschland 24: Max Niedermaier 19, Christoph Kirchner 5, Maximilian Niedermaier 0
  4. Tschechien 20: Lukas Hutla 16, Andrej Divis 4, David Lizak N
  5. Niederlande 19: Jasper Iwema 19, Sebastian Reitsma 4, Leon Kramer N
  6. Österreich 10: Harald Simon 8, Martin Posch 2, Josef Kreuzberger 0
  • Lauf um Bronze: Deutschland – Tschechien 6:3
  • 1. Max Niedermaier, 2. Lukas Hutla, 3. Christoph Kirchner, 4. Andrej Divis
  • Finale um Gold: Finnland – Schweden 5:4
  • 1. Niclas Svensson, 2. Max Koivula, 3. Heikki Huusko, 4. Ove Ledström
Endstand:
  1. Finnland
  2. Schweden
  3. Deutschland
  4. Tschechien
  5. Niederlande
  6. Österreich
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