Drama in Kroatien: Thierry Neuville wirft sicheren Sieg auf letzter WP weg
Auf der abschliessenden Powerstage entglitt Neuville (Hyundai) mit einem Aufhängungsschaden nach Fahrfehler der sichere Triumph. Takamoto Katsuta gelingt zweiter Rallye-WM-Lauf-Sieg in Folge.
Ex-Weltmeister Thierry Neuville verlor den schon sicher geglaubten ersten Saisonsieg für Hyundai auf der letzten Wertungsprüfung. Vor der Powerstage hatte der Belgier einen großen Vorsprung 1.15,4 Minuten Vorsprung auf Safari-Sieger Takamoto Katsuta (Toyota) inne gehabt..
Neuville hatte die Führung am Samstagnachmittag von Sami Pajari (Toyota) übernommen. Der Finne hatte mit weiteren fünf Fahrern auf der der 14. Etappe einen Reifenschaden erlitten, was im Nachhinein zu großen Diskussionen über die Streckenbeschaffenheit führte. Neuville konnte es daher auf den vier letzten WPs am Sonntag ruhig angehen lassen um den vermeintlich zementierten Sieg einzufahren. Sein Vorsprung auf den Zweitplatzierten Katsuta (Toyota) hatte vor dem Finaltag mehr als eine Minute betragen.
Dann kam alles anders als gedacht: Auf der allerletzten 4,65 Kilometer langen WP der Rallye rutschte Neuville an einer Weggabelung auf losem Schotter weit nach rechts außen. Neuville entschied sich im letzten Augenblick nicht auf der eigentlichen Wegführung zu bleiben und entschied sich links in eine Sicherheitszone deklarierte Straße abzubiegen.
Im Scheitelpunkt der Weggabelung setzte Neuville dann auf einem Betonblock auf, wobei der vordere rechte Aufhängung seines Hyundai i20 N Rally1 zerstört wurde.
Neuville versuchte, weiterzufahren, hatte aber bereits bei der zweiten Zwischenzeitmessung so viel Zeit verloren, dass er den Sieg abschreiben musste. Erst rund 700 Meter vor dem Ziel stoppte er, nachdem ihm Hyundai-Teammanager Pablo Marcos per Funk befohlen hatte anzuhalten. Nach rund 20 Minuten dauernder provisorischer Reparatur zusammen mit seinem Beifahrer Martijn Wydaeghe gelangte der Pechvogel noch ins Ziel..
«Ich kann mich nur bei allen Beteiligten entschuldigen», kommentierte Neuville das Malheur. «Weiterhin hart arbeiten, das ist das Einzige, was ich jetzt sagen kann. Alles andere werden wir später sehen. Ich habe im Moment keine Erklärung. So etwas darf nicht passieren, aber wir werden genau untersuchen, was wirklich schief gelaufen ist. Es tut mir leid».
“.
Ein zunächst ziemlich verwirrter Katsuta erfuhr bei seinem TV-Interview im Ziel in Echtzeit, dass Neuville gerade verunfallt war. Der Japaner war so unter den erstaunlichsten Umständen zusammen mit seinem Navigator Aaron Johnston zu seinem zweiten Rallye-WM-Laufsieg gefahren.
Ex-Weltmeister Thierry Neuville verlor den schon sicher geglaubten ersten Saisonsieg für Hyundai auf der letzten Wertungsprüfung. Vor der Powerstage hatte der Belgier einen großen Vorsprung 1.15,4 Minuten Vorsprung auf Safari-Sieger Takamoto Katsuta (Toyota) inne gehabt..
Neuville hatte die Führung am Samstagnachmittag von Sami Pajari (Toyota) übernommen. Der Finne hatte mit weiteren fünf Fahrern auf der der 14. Etappe einen Reifenschaden erlitten, was im Nachhinein zu großen Diskussionen über die Streckenbeschaffenheit führte. Neuville konnte es daher auf den vier letzten WPs am Sonntag ruhig angehen lassen um den vermeintlich zementierten Sieg einzufahren. Sein Vorsprung auf den Zweitplatzierten Katsuta (Toyota) hatte vor dem Finaltag mehr als eine Minute betragen.
Dann kam alles anders als gedacht: Auf der allerletzten 4,65 Kilometer langen WP der Rallye rutschte Neuville an einer Weggabelung auf losem Schotter weit nach rechts außen. Neuville entschied sich im letzten Augenblick nicht auf der eigentlichen Wegführung zu bleiben und entschied sich links in eine Sicherheitszone deklarierte Straße abzubiegen.
Im Scheitelpunkt der Weggabelung setzte Neuville dann auf einem Betonblock auf, wobei der vordere rechte Aufhängung seines Hyundai i20 N Rally1 zerstört wurde.
Neuville versuchte, weiterzufahren, hatte aber bereits bei der zweiten Zwischenzeitmessung so viel Zeit verloren, dass er den Sieg abschreiben musste. Erst rund 700 Meter vor dem Ziel stoppte er, nachdem ihm Hyundai-Teammanager Pablo Marcos per Funk befohlen hatte anzuhalten. Nach rund 20 Minuten dauernder provisorischer Reparatur zusammen mit seinem Beifahrer Martijn Wydaeghe gelangte der Pechvogel noch ins Ziel..
«Ich kann mich nur bei allen Beteiligten entschuldigen», kommentierte Neuville das Malheur. «Weiterhin hart arbeiten, das ist das Einzige, was ich jetzt sagen kann. Alles andere werden wir später sehen. Ich habe im Moment keine Erklärung. So etwas darf nicht passieren, aber wir werden genau untersuchen, was wirklich schief gelaufen ist. Es tut mir leid».
“.
Ein zunächst ziemlich verwirrter Katsuta erfuhr bei seinem TV-Interview im Ziel in Echtzeit, dass Neuville gerade verunfallt war. Der Japaner war so unter den erstaunlichsten Umständen zu seinem zweiten Rallye-WM-Laufsieg zusammen mit seinem Navigator Aaron Johnston gefahren.
«Es tut mir leid für Thierry», zeigte Katsuta Mitgefühl für Neuville.
Semi Pajari wurde Zweiter, 20,7 Sekunden hinter Katsuta. Dem Neuseeländer Hayden Paddon (Hyundai) gelang sein erstes WM-Podium seit der Rallye Australien 2018.
Die Ausfallquote während der Rallye war so hoch, dass WRC2-Sieger Yohan Rossel in der Gesamtwertung Vierter wurde. Somit gelang Lancia beim WM-Comback der erste Sieg in der Rally2-Klasse bei seinem zweiten Einsatz mit dem für neuen Ypsilon Rally2 HF Integrale.
Rossels Führung stand zu keinem Zeitpunkt in Frage. Der Franzose führte die gesamte Rallye an. Hinter ihm platzierte sich sein jüngerer Bruder Leo Rossel in einem Citroën C3 Rally2, der auf den fünften Gesamtrang führte.
Toyota-Pilot Roope Korhonen hatten den Abschlusstag auf dem dritten WRC2-Podiumsplatz begonnen. Die relative Unerfahrenheit des Finnen auf den schnelleren, breiteren und rennstreckenähnlichen Straßen am Sonntag wurde ihm zum Verhängnis.
Nach der ersten WP des Tages war die Lage bereits klar. Als er die Ziellinie überquerte, ließen sprudelten die Schimpfwörter nur so aus ihm heraus.
Nikolay Gryazin, der am Samstag im zweiten Lancia wegen Turboproblemen eine Minute verloren hatte, überholte Korhonen auf der WP18 und belegte damit später den sechsten Gesamtrang.
Die beiden bis zur Rallye Kroatien in der WM-Führenden Oliver Solberg und Elfyn Evans waren nach Abflügen ins Unterholz am Freitagmorgen aus dem Rennen gewesen. Am Finaltag konnten sie mit optimalen Startplätzen profitieren.
Sechs Etappensiege von acht am Samstag waren der Auftakt zu Solbergs klarem Durchmarsch am Sonntag. Der Monte-Sieger konnte sich somit die die maximalen 10 Punkte aus der Sonntagswertung und der Powerstage holten. Sein Toyota-Teamkollege Elfyn Evans fuhr in beiden Wertungen auf Platz zwei. Somit gelang den beiden eine kleine Schadensbegrenzung nach ihrem Auftaktpech.
«Es ist sehr bittersüß, muss ich sagen», seufzte Solberg. «Mein Fehler am Freitag war eindeutig: Ich war mit dem harten Reifen einfach zu optimistisch, das war sicher nicht die klügste Entscheidung, die ich je getroffen habe. Danach fand ich wieder zu dem Gefühl zurück, das ich beim Shakedown hatte. Das Tempo war fantastisch und das Gefühl absolut brillant».
Katsuta führt nun im Titelkampf mit sieben Punkten Vorsprung die Zwischenenwertung vor Evans an, , Solberg liegt weitere sechs Zähler zurück. Pajaris zweiter Platz hat ihn auf den vierten Platz in der Gesamtwertung katapultiert, 29 Punkte hinter Katsuta.
Obwohl er in der Gesamtwertung außerhalb der Top 30 landete, deutete Jon Armstrongs Leistung darauf hin, dass er in der Lage war, ganz vorne mitzukämpfen. Der M-Sport Ford-Pilot kam während der Rallye mehrfach nahe an WP-Siege heran. Am letzten Tag holte er sechs Punkte und fuhr auf allen Etappen am Sonntag sowie auf der Powerstage jeweils die drittschnellste Zeit.
Der Event unweit der Mittelmeer-Küste wurde für Adrien Fourmaux von einer Reihe von Problemen überschattet. Der Franzose war einer der ersten im Rally1-Feld, der einen Reifenschaden erlitt. Er verlor am Freitag eineinhalb Minuten und schied am Samstag aus, als er in der WP 12 gegen einen Telegrafenmast prallte und das linke Hinterrad seines Hyundai abriss.
Der Sonntag verlief für Fourmaux nicht besser: Das Notizbuch seines Beifahrers Alex Coria ging verloren, sodass er zunächst auf Notizen auf dem Handy zurückgreifen musste und später Kopien der Notizen nutzte, die ihm von seinem Routen-Team zur Verfügung gestellt wurden.
Abschließend erlitt er auf der Powerstage einen Reifenschaden, holte aber dennoch zwei Punkte, da er am Sonntag das viertbeste Auto war.
«Es passierte wie in der WP 2 zu Beginn der Rallye», erläuterte Fourmaux über seinen Reifenschaden in der Power Stage. «Wir hatten auf der Strecke einen Reifenschaden, den ich zunächst bemerkt hatte».
Fourmaux verbleibt als der bestplatzierte Hyundai-Fahrer in der Fahrerwertung, 32 Punkte hinter dem Führenden.
Josh McErlean war ein weiterer Rally1-Fahrer, der in Kroatien keine Punkte holte und ebenfalls durchgehend zu kämpfen hatte: Am Samstag hatte er einen Anlasserausfall, einen Brand im Cockpit in der Mitte von WP und zwei Reifenpannen, beendete aber trotzdem jede Wertungsprüfung.Es tut mir leid für Thierry“, zeigte Katsuta Mitgefühl für Neuville.
Semi Pajari wurde Zweiter, 20,7 Sekunden hinter Katsuta. Dem Neuseeländer Hayden Paddon (Hyundai) gelang sein erstes WM-Podium seit der Rallye Australien 2018.
Die Ausfallquote während der Rallye war so hoch, dass WRC2-Sieger Yohan Rossel in der Gesamtwertung Vierter wurde. Somit gelang Lancia beim WM-Comback der erste Sieg in der Rally2-Klasse bei seinem zweiten Einsatz mit dem für neuen Ypsilon Rally2 HF Integrale.
Rossels Führung stand zu keinem Zeitpunkt in Frage. Der Franzose führte die gesamte Rallye an. Hinter ihm platzierte sich sein jüngerer Bruder Leo Rossel in einem Citroën C3 Rally2, der auf den fünften Gesamtrang führte.
Toyota-Pilot Roope Korhonen hatten den Abschlusstag auf dem dritten WRC2-Podiumsplatz begonnen. Die relative Unerfahrenheit des Finnen auf den schnelleren, breiteren und rennstreckenähnlichen Straßen am Sonntag wurde ihm zum Verhängnis.
Nach der ersten WP des Tages war die Lage bereits klar. Als er die Ziellinie überquerte, ließen sprudelten die Schimpfwörter nur so aus ihm heraus.
Nikolay Gryazin, der am Samstag im zweiten Lancia wegen Turboproblemen eine Minute verloren hatte, überholte Korhonen auf der WP18 und belegte damit später den sechsten Gesamtrang.
Die beiden bis zur Rallye Kroatien in der WM-Führenden Oliver Solberg und Elfyn Evans waren nach Abflügen ins Unterholz am Freitagmorgen aus dem Rennen gewesen. Am Finaltag konnten sie mit optimalen Startplätzen profitieren.
Sechs Etappensiege von acht am Samstag waren der Auftakt zu Solbergs klarem Durchmarsch am Sonntag. Der Monte-Sieger konnte sich somit die die maximalen 10 Punkte aus der Sonntagswertung und der Powerstage holten. Sein Toyota-Teamkollege Elfyn Evans fuhr in beiden Wertungen auf Platz zwei. Somit gelang den beiden eine kleine Schadensbegrenzung nach ihrem Auftaktpech.
«Es ist sehr bittersüß, muss ich sagen», seiufzte Solberg. «Mein Fehler am Freitag war eindeutig: Ich war mit dem harten Reifen einfach zu optimistisch, das war sicher nicht die klügste Entscheidung, die ich je getroffen habe. Danach fand ich wieder zu dem Gefühl zurück, das ich beim Shakedown hatte. Das Tempo war fantastisch und das Gefühl absolut brillant».
Katsuta führt nun im Titelkampf mit sieben Punkten Vorsprung die Zwischenenwertung vor Evans an, , Solberg liegt weitere sechs Zähler zurück. Pajaris zweiter Platz hat ihn auf den vierten Platz in der Gesamtwertung katapultiert, 29 Punkte hinter Katsuta.
Obwohl er in der Gesamtwertung außerhalb der Top 30 landete, deutete Jon Armstrongs Leistung darauf hin, dass er in der Lage war, ganz vorne mitzukämpfen. Der M-Sport Ford-Pilot kam während der Rallye mehrfach nahe an WP-Siege heran. Am letzten Tag holte er sechs Punkte und fuhr auf allen Etappen am Sonntag sowie auf der Powerstage jeweils die drittschnellste Zeit.
Der Event unweit der Mittelmeer-Küste wurde für Adrien Fourmaux von einer Reihe von Problemen überschattet. Der Franzose war einer der ersten im Rally1-Feld, der einen Reifenschaden erlitt. Er verlor am Freitag eineinhalb Minuten und schied am Samstag aus, als er in der WP 12 gegen einen Telegrafenmast prallte und das linke Hinterrad seines Hyundai abriss.
Der Sonntag verlief für Fourmaux nicht besser: Das Notizbuch seines Beifahrers Alex Coria ging verloren, sodass er zunächst auf Notizen auf dem Handy zurückgreifen musste und später Kopien der Notizen nutzte, die ihm von seinem Routen-Team zur Verfügung gestellt wurden.
Abschließend erlitt er auf der Powerstage einen Reifenschaden, holte aber dennoch zwei Punkte, da er am Sonntag das viertbeste Auto war.
«Es passierte wie in der WP 2 zu Beginn der Rallye», erläuterte Fourmaux über seinen Reifenschaden in der Power Stage. «Wir hatten auf der Strecke einen Reifenschaden, den ich zunächst bemerkt hatte».
Fourmaux verbleibt als der bestplatzierte Hyundai-Fahrer in der Fahrerwertung, 32 Punkte hinter dem Führenden.
Josh McErlean war ein weiterer Rally1-Fahrer, der in Kroatien keine Punkte holte und ebenfalls durchgehend zu kämpfen hatte: Am Samstag hatte er einen Anlasserausfall, einen Brand im Cockpit in der Mitte von WP und zwei Reifenpannen, beendete aber trotzdem jede Wertungsprüfung.
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