Carlos Sainz (Williams): Die Probleme schon im Dezember «gerochen»
Williams startete mit großen Problemen ins Jahr 2026: Verspätung, Übergewicht, langsam. Pilot Carlos Sainz verrät nun: Er hat die Probleme schon im Winter kommen sehen, das Unheil quasi gerochen.
Das englische Williams-Team erwischte einen schwachen Start in die neue Saison. Den Shakedown in Barcelona Ende Januar hatte die Truppe aus Grove komplett verpasst. Zu groß waren die Probleme in der Chassis-Entwicklung im Winter. Das Auto war nicht rechtzeitig testbereit. Um Zeit und Ressourcen für die Entwicklung zu binden, entschied man sich, den Shakedown komplett auszulassen.
Der Rückstand der verpassten Tage zog sich wie ein Bandwurm weiter durch die Saison: Bei den beiden Bahrain-Tests holte die Mannschaft zwar ein wenig auf, fuhr viele Runden und sammelte eine Menge Daten. Zum Start sah es jetzt gar nicht mal so schlecht aus – allerdings profitiert Williams auch davon, dass es bei Konkurrenten wie Aston Martin und Neuling Cadillac noch schlechter läuft. Weil Punkte außer Reichweite waren, machte Alex Albon sein Japan-Rennen in der Schlussphase kurzerhand zu einer vierten Trainingssession, ließ verschiedene Reifenmischungen aufziehen und sammelte in den letzten Runden Daten, statt um Positionen zu kämpfen.
Probleme konnte Sainz im Winter schon erahnen
Williams-Pilot Carlos Sainz verriet nun: Die Probleme hatten sich bereits im Winter angedeutet. Schon vor Weihnachten bekam Sainz Wind von Problemen. Sainz: «Es war für mich ein Schock, für James, für Alex und für all die Ingenieure.» Gemeint sind Teamchef James Vowles und Sainz‘ Teamkollege Alex Albon.
Der Spanier: «Es ist kein Geheimnis, dass es schwierig war. Und ich konnte es im Dezember, Januar schon riechen. Ich habe mich auf den Schock vorbereitet, weil es schon damit begann, dass wir diese Gespräche über Verzögerungen hatten. Nicht zum ersten Test bereit zu sein, mit Übergewicht zu starten… Ich wusste also, dass Williams an irgendeinem Punkt diesen Schock erleben würde.»
Sainz versucht aber, das Positive zu sehen: «Nicht alle Wege zum Erfolg sind linear. Es wird immer einen Schock geben. Dieser ist groß, vielleicht sogar noch größer als das, was ich erwartet hätte.»
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