Meilenstein: Ford-Motor erstmals im WEC-Hypercar gestartet
Der V8-Saugmotor von Ford wurde bei Oreca in Südfrankreich ins LMDh-Chassis geschraubt. Nun fand der sogenannte «Fire up» statt. Ford will 2027 in die Hypercar-Klasse der FIA WEC einsteigen.
Im WEC-Programm von Ford geht es voran. Die amerikanische Marke will zur Saison 2027 bekanntlich in die Hypercar-Klasse der Sportwagen-WM einsteigen. Das dafür benötigte Rennauto wird derzeit entwickelt. Nun konnte der nächste Meilenstein im Projekt realisiert werden. Denn erstmals wurde der Ford-Motor im Chassis laufen gelassen.
Beim Aggregat handelt es sich um einen V8-Sauger mit 5.4 Litern Hubraum. Den Motor hat Ford sogar selbst entwickelt und zwar «zuhause» in Dearborn/Michigan. Dort war der Motor bereits einige Zeit auf dem Prüfstand unterwegs. Beim Chassis arbeitet Ford mit Oreca aus Südfrankreich zusammen. In deren Hallen fand nun die Zusammenkunft beider Teile statt, die nun im erfolgreichen Anlassen des Motors gipfelte.
«Das erste Anlassen des Motors bei Oreca ist mehr als nur ein symbolischer Moment – es ist ein entscheidender Schritt zur Validierung. Wir wickeln die gesamte Motorenentwicklung intern ab, da wir so schneller reagieren und lernen können und dieses Wissen direkt in die Serienproduktion einfließen lassen können. Zu hören, wie der Coyote-V8 in seiner vorgesehenen Umgebung zum ersten Mal zum Leben erwachte, bestätigte, dass sich die monatelange Integrationsarbeit der Antriebsstrang- und Chassis-Teams ausgezahlt hat», meinte Dan Sayers (WEC Hypercar Programm Manager bei Ford Racing).
Bereits Anfang August will Ford mit den Testfahrten des noch immer namenlosen Rennwagens beginnen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Leistung, Zuverlässigkeit, der Integration des Hybridsystems sowie der aerodynamischen Validierung. «Natürlich stehen wir noch ganz am Anfang und haben noch enorm viel Arbeit vor uns. Die Arbeit im Simulator und die Daten vom Prüfstand bilden zwar eine hervorragende Grundlage, doch nichts kann das ersetzen, was die Fahrer über das Lenkrad und den Sitz spüren, sobald wir tatsächlich auf der Strecke sind», so Sayers weiter. Als Piloten hat Ford bereits Logan Sargeant, Mike Rockenfeller, Sebastian Priaulx, Tom Blomqvist, Nick Yelloly und Matt Campbell verpflichtet.
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