Ab 2030 soll es gemeinsame Regeln für Hypercar-Klasse geben
Anstatt mit Hypercars nach LMH- und LMDh-Regeln zu fahren, soll in der FIA WEC und der IMSA-Serie ab 2030 nur noch ein technisches Reglement gelten. Zudem sind auch Fahrzeuge mit Wasserstoff geplant.
Die Hypercar-Klasse der FIA WEC ist aktuell ein großer Erfolg. Derzeit fahren Fahrzeuge von acht Marken in der WM mit. 2027 kommen noch Ford und McLaren hinzu. Eines der wenigen Mankos ist derzeit jedoch, dass die Klasse aus zwei technischen Reglements besteht: LMH und LMDh (ohne an dieser Stelle ins Detail zu gehen – ein LMH hat mehr Freiheiten). Der Fakt der beiden Regularien hat zuletzt immer wieder für Unmut gesorgt. Nun haben die Regelhüter reagiert und verkündet, dass es ab 2030 nur noch ein Reglement geben soll.
Die Hersteller können dann ihr eigenes Chassis entwickeln (wie aktuell schon die LMH) oder auch einen Chassis-Hersteller damit beauftragen (so wie aktuell bei den LMDh). Ähnlich auch die Freiheit beim Hybridsystem, das die Hersteller selbst entwickeln können (wie aktuell schon bei den LMH) oder auch einen Zulieferer damit beauftragen können (so wie aktuell bei den LMDh). Das Hybridsystem muss jedoch einer genauen Spezifikation entsprechen.
Zudem sollen die neuen Hypercars nur noch über Heckantrieb verfügen (aktuell konnten die LMH auch temporäre Allradler sein). Die Architektur des Verbrennungsmotors soll im neuen Reglement freigestellt sein. Somit könnte es also weiterhin Turbo- und Saugmotoren geben. Die Motorleistung soll im Vergleich zum aktuellen Reglement um 20 Kilowatt steigen. Insgesamt ist ein Gesamtgewicht von 1.040 Kilogramm für das Fahrzeug anvisiert. Die neuen Regeln sollen dann mindestens fünf Jahre Gültigkeit haben. Zudem soll es während dieser Zeit keine Performance-Updates (sogenannte Joker) an den Fahrzeugen geben.
Auch Wasserstoff ist möglich
Eines der Lieblingsthemen des ACO ist seit Jahren Wasserstoff. Im neuen Reglement soll auch verankert werden, dass Hersteller mit H2-Hypercars antreten dürfen. Deren minimales Gewicht liegt dann bei 1.200 Kilogramm. Über eine «Equivalence of Technology» sollen beide Konzepte auf ein Rundenzeiten-Niveau gebracht werden.
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