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Daniel Juncadella: «Tertre Rouge ist eine richtig coole Kurve»

Der Spanier startet bei den 24 Hours of Le Mans in einem Genesis GMR-001-Hypercar. 2024 und 2025 bestritt er den Klassiker im LMGT3-Auto. SPEEDWEEK.com sprach mit Juncadella über Le Mans.

FIA WEC

Im Artikel erwähnt


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Am kommenden Wochenende (13./14. Juni) ist es soweit, dann startet die 2026er Ausgabe der so legendären 24 Hours of Le Mans. Mit dabei beim großen Langstrecken-Klassiker an der französischen Sarthe ist erstmals auch Genesis. Das ist eine Marke aus dem Hyundai-Konzern. Zwei Genesis GMR-001-Hypercar genannte Boliden wurden angemeldet. In einem der beiden teilen sich Paul-Loup Chatin, Mathieu Jaminet und Daniel Juncadella die Arbeit am Lenkrad. Vor allem Juncadella ist in Deutschland durch seine Zeit aus der DTM bzw. durch starke Auftritte im GT3-Sport bekannt.

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Der Spanier war bereits 2024 und 2025 mit einer Corvette in der LMGT3-Klasse in Le Mans unterwegs. «Es war seit Jahren mein Traum, in der Top-Klasse in Le Mans zu fahren», blickt er auf sein diesjähriges Hypercar-Debüt in Le Mans voraus. «Tatsächlich habe ich als Fahrer noch gar nicht so große Erfahrungen in Le Mans. Ich fuhr dort in den letzten beiden Jahren in der LMGT3-Klasse. Ich kenne die Strecke aber zusätzlich auch schon durch unzählige Runden im SimRacing. Ich hoffe, mein diesjähriges Debüt in der Top-Klasse wird das erste Jahr von vielen weiteren sein.»

Die 13,626 Kilometer lange Strecke in Le Mans hat einen sehr speziellen Charakter. Rund zwei Drittel des Kurses gehen über (extra für das Rennen abgesperrte) Landstraßen. «Ich mag vor allem den ersten Sektor. Da gibt es viele kleine Tricks, die man finden und dann anwenden kann», meint Juncadella. «Vor allem die Tertre Rouge, also da wo es auf die lange Gerade geht, ist eine richtig coole Kurve.»

Insbesondere für das Genesis-Team steht in den Trainings der Rennwoche viel Arbeit auf der Agenda, da durch das Le Mans-Debüt der Marke nicht wirklich Erfahrungswerte mit dem Kurs zur Verfügung stehen. «Die Strecke verlangt ein sehr spezielles Set-up. Man muss auf den Geraden schnell sein. Aber es gibt auch viele schnelle Kurven, in denen man sich auf die Aerodynamik verlassen muss», erklärt Juncadella. «In Bezug auf Abtrieb sind wir sehr gut. Nun müssen wir sehen, wie wir im Vergleich mit den Anderen auf den Geraden aussehen.»

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Juncadella zuversichtlich in Bezug auf Standfestigkeit

Beim ersten 24-Stunden-Rennen eines jeden Rennwagens ist immer auch die Zuverlässigkeit ein großes Thema. Das hat die Vergangenheit teilweise eindrucksvoll dargelegt. «Ich denke, dass wir in Bezug auf die Standfestigkeit ganz gut aussehen», macht sich der Spanier aber wenig Sorgen diesbezüglich. «Einer unserer ersten Tests letztes Jahr war in Portimão. Schon damals sind wir 16 Stunden ohne Probleme gefahren – und das, als das Auto noch wirklich ganz jung war. Und danach hatten wir natürlich noch weitere gute Langstrecken-Tests. Somit bin ich zuversichtlich.»

Mit insgesamt 18 Hypercars von acht Herstellern ist die Konkurrenz in Le Mans stark. Platzhirsche wie Ferrari und Toyota gehen als große Favoriten ins Rennen. Neulinge (wie nun Genesis) brauchen zumeist etwas Zeit, um die ganz großen Erfolge in Le Mans einfahren zu können. Das ist auch Juncadella bewusst - und somit möchte er sich für die 2026er Ausgabe auf kein genaues Wunschresultat festlegen. «Ich möchte dieses Jahr nicht zu viel Fokus auf das Ergebnis legen. Denn das Ergebnis ist auch von ganz vielen Dingen abhängig, die außerhalb unserer Kontrolle liegen – beispielsweise die Zuverlässigkeit oder Zwischenfälle auf der Rennstrecke», stellt er klar. «Mir ist meine Leistung wichtig. Wenn ich denke, dass ich eine gute Performance geboten habe und einhundert Prozent gegeben habe, dann fahre ich glücklich aus Le Mans nachhause. Sicherlich wäre es ein großer Erfolg, wenn wir mit beiden Autos die Zielflagge sehen und so viele Runden wie möglich abspulen könnten.»

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