Fernando Alonso (Aston Martin-Honda): «So macht das keinen Spass mehr»
Aston Martin-Honda blamiert sich in der 2026 bis auf die Knochen: Fernando Alonso glaubt fest an Aston Martin-Honda mit Star-Designer Adrian Newey, aber er warnt: «So macht das keinen Spass mehr.»
Das Warten hat ein Ende: Am Hungaroring bringt Aston Martin-Honda einen verbesserten Wagen auf die Bahn, womit die bisherige Dauer-Blamage langsam geändert werden soll.
Wer hätte das vor der Saison gedacht? Aston Martin-Honda, mit einem Budget eines Top-Teams, mit Adrian Newey, mit einer modernen Infrastruktur, dieses Aston Martin brachte es tatsächlich fertig, an den ersten zehn GP-Wochenenden 2026 einen kläglichen Punkt zusammen zu klauben, mit Fernando Alonso in Monaco. Und dieser Punkt war aufgrund zahlreicher Strafen von Konkurrenten so gut wie geschenkt.
Das stolze Aston Martin liegt in der Konstrukteurs-WM auf dem zweitletzten WM-Rang, nur Neuling Cadillac ist noch schlechter und ohne Punkte.
Rechtzeitig zum letzten Rennwochenende vor der Sommerpause bringen die Grünen ein verbessertes Modell auf die Bahn, mit welchem Fernando Alonso und Lance Stroll bessere Chancen erhalten sollen.
Fernando Alonso, der 2003 in Ungarn seinen ersten Grand Prix gewann (mit Renault), sagt am Hungaroring: «An unserer Herangehensweise ändert sich nichts. Wir probieren jedes Mal, das Beste aus unseren Möglichkeiten zu machen.»
«Wir sind an dieses Projekt herangegangen mit dem Ziel, Rennen und Titel zu gewinnen. Das haben wir bislang nicht, und das werden wir auch ab Ungarn nicht.»
«Wir haben unsere Aufgabe anders angepackt als die Gegner. Im Winter mussten wir zunächst mal verstehen, was genau unsere Probleme sind. Ich bin stolz auf das Team, wie wir das getan haben. Erst dann kannst du dich darum kümmern, die Schwierigkeiten aus der Welt zu schaffen.»
«Die meisten Teams haben alle paar Rennen Verbesserungen ans Auto gebracht, was die Autos um einige Zehntel verbessert hat. Wir haben das nicht getan, weil wir mit der Fehlersuche beschäftigt waren. Daher sind wir weit zurückgefallen.»
«Nun versuchen wir, das alles in einem Aufwasch aufzuholen. Und natürlich ist das nicht so einfach. Daher ändert sich alles in allem an diesem Wochenende nicht so viel.»
«Ich weiss, dass wir einen Schritt nach vorne machen werden. Wie gross dieser Schritt sein wird, das ist schwieriger zu sagen. Aber ich denke nicht in Rückständen oder Positionen. Das wird auch von Rennen zu Rennen ohnehin variieren – Silverstone und Spa-Francorchamps, das sind Strecken, die motorenlastig sind, und da waren wir nicht gut aufgestellt.»
«Auf dem Hungaroring spielt die Antriebseinheit keine so grosse Rolle. Gleichzeitig haben wir hier ein verbessertes Chassis, aber noch keinen verbesserten Motor. Da müssen wir Geduld haben.»
Noch ist unklar, ob Fernando Alonso auch 2027 am Start stehen wird, und die meisten Leute verknüpfen die Entscheidung des zweifachen Formel-1-Weltmeisters mit der Konkurrenzfähigkeit seines Rennwagens.
Aber Fernando widerspricht: «Ich habe null Zweifel, dass Adrian Newey eines Tages für Aston Martin das beste Formel-1-Auto des Feldes baut. Ich weiss auch, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis Honda seine Probleme aus der Welt geschafft hat.»
«Meine Entscheidung hat nichts mit dem Verlauf dieser Saison zu tun. Ich will lieber verstehen, was das Team alles plant. Ich fühle mich frisch und motiviert und schnell. Aber ich muss auch Freude an der Arbeit haben, und – ganz ehrlich – das Fahren in Silverstone und Spa hat keinen Spass gemacht.»
«Wir sollten doch unseren Sport immer besser machen, aber für mich am Lenkrad und auch für viele Zuschauer ist das eine Formel 1, die nicht erfreulich ist. Ich spürte zuletzt nicht das gleiche Adrenalin am Steuer wie früher.»
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