Oscar Piastri (McLaren): «Wir haben mehr oder weniger keine Kontrolle»
Oscar Piastri erklärt, warum das Fahren vorige Woche in Spa nicht so viel Spaß machte und was die Probleme sind. Diese Woche in Budapest hat McLaren neue Teile mit dabei – was das bringen könnte.
Bringen neue Teile McLaren in Budapest voran? Papaya bringt ein größeres Upgrade-Paket zum letzten Rennen vor der Sommerpause in Ungarn. Papaya-Pilot Oscar Piastri: «Wir sollten ein bisschen besser mithalten können als noch in Spa. Wir haben einige Upgrades dabei.» McLaren hat einen neuen Unterboden und andere aerodynamische Teile dabei. In einer Session soll außerdem kurz ein experimenteller Heckflügel getestet werden.
Hoffentlich schneller in Budapest
Piastri zu den neuen Teilen: «Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich sie im Simulator getestet habe. Es sollte schneller sein, das ist alles, worauf es für mich ankommt. Daumen drücken also, dass das klappt.»
Bislang sind Piastri und McLaren in der Hinsicht noch nicht zufrieden. Der Australier zum Saisonfazit: «Es gab Aufs und Abs, vermutlich mehr Abs leider. Es ist definitiv nicht die erste Saisonhälfte, die wir uns als Team gewünscht hätte, vor allem, wenn man ans letzte Jahr denkt.» 2025 holte McLaren beide WM-Titel.
Nach dem Rennen vorige Woche in Spa hatte es vermehrt Klagen über das Reglement gegeben. Auf der Highspeed-Strecke durch die belgischen Ardennen war das Aufladen der Batterien der Hybrid-Einheiten besonders schwierig gewesen.
Piastri wurde vor dem Rennen in Budapest gebeten, seine Kritik ein wenig genauer zu erklären: «Für die vollständige Antwort würde ich wahrscheinlich eine halbe Stunde brauchen. Selbst mit den früheren Hybridmotoren ging es viel um Lernen, Coding und KI in gewissem Ausmaß. Als ich in die Formel 1 gekommen bin, waren die Motoren sehr ausgereift. Die Bestrafungen quasi wirkten sich nicht so stark aus. Jetzt macht es so ziemlich die Hälfte der Power aus.»
Keine Kontrolle!
Das bedeutet zusammengefasst: «Wir haben mehr oder weniger keine Kontrolle, wann Energie abgegeben wird. Wir können den Boost-Knopf drücken, aber da geht’s mehr um Überholen als um die Quali. Wenn es solche Unterschiede macht und man wenig Kontrolle darüber hat, dann kann es frustrierend sein.»
Der McLaren-Pilot: «Es wird sich besser werden. Ich glaube nicht, dass das je komplett weggeht. Aber wenn die Motorenhersteller es immer besser verstehen, wird es vielleicht ein bisschen besser.» In Budapest dürfte das Energiemanagement immerhin kein Problem darstellen.
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