Nach den Koreanern: Kommen jetzt die Chinesen in die WEC?
Mit Genesis debütierte der Hyundai-Konzern in Imola im Langstreckensport. Doch die Koreaner und Toyota könnten bald nicht die einzigen asiatischen Vertreter in der Hypercar-Klasse der WEC sein.
Im Fahrerlager von Spa-Francorchamps lebten Gerüchte über einen bevorstehenden Einstieg eines chinesischen Herstellers auf. Im Gespräch war vor allem BYD. Der aktuell erfolgreichste E-Autobauer setzt vermehrt auf Hybridtechnologie und soll den Motorsport als neues Instrument der aggressiven globalen Marketingstrategie entdeckt haben – nicht nur, weil Europa-Chefin Stella Li sich den chinesischen GP in Schanghai nicht entgehen ließ. BYD könnte über den Motorsport auch seine erst jüngst in Europa eingeführte Premiummarke Denza promoten, wie es auch Hyundai mit Genesis vormachte.
Neugründung oder Übernahme eines Teams wären die Möglichkeiten, von denen die zweite auf der Hand liegt, seit Alpine den Rückzug aus dem WEC mit Ende 2026 bestätigte. Die etablierte Struktur des Einsatzteams Signatech wäre vorhanden, Chef Philippe Sinault offenbar einer Übernahme nicht abgeneigt, die zahlreiche Arbeitsplätze in Bourges sichern würde. Da Le Mans der beliebteste (weil am meisten publikums- und medienwirksam) Ort für große Ankündigungen großer Projekte ist, spekulieren viele mit einer Bekanntgabe Mitte Juni.
Ob sich BYD WEC und Formel 1 gleichzeitig vornimmt, ist nicht bekannt. Der chinesische Rivale Geely soll ebenfalls über eine globale Motorsportpräsenz nach dem etwas seichten Auftreten der Marke Lynk & Co. in der Tourenwagenszene nachdenken. Im Geely-Imperium wäre die Luxusmarke Zeekr eine strategische Möglichkeit, Farbe zu bekennen.Le Mans könnte heuer also mehrfach spannend werden.
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