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LMP1 von ByKolles absolviert privaten Test in Monza

Im Hinblick auf die anstehende Saison der FIA WEC probierte das ByKolles Racing Team den ENSO CLM-NISMO nochmals aus. Neben Oliver Webb, Dominik Kraihamer und Tom Dillmann kam auch René Binder zum Einsatz.

FIA WEC

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Das ByKolles Racing Team will es in dieser Saison wirklich wissen. Kurz vor dem Saisonstart der Sportwagen-WM in Spa-Francorchamps (5. Mai) hat die Mannschaft aus dem bayrischen Greding seinen LMP1 nochmals einer Testfahrt unterzogen. Schauplatz war die F1-Rennstrecke im norditalienischen Monza. Auf dem Hi-Speed-Kurs wurde dem überarbeiteten 2018er Aerodynamik-Paket der letzte Schliff verpasst. "Wir hatten einen weiteren zufriedenstellenden Tag mit guter Zuverlässigkeit und einer beträchtlichen Menge an gesammelten Daten. Diese werden wir in den nächsten Tagen bewerten, sodass wir für die bevorstehende Herausforderung bereit sind", blickt Boris Bermes (Leiter Renn- und Testeinsatz) auf die unter trocken Bedingungen abgehaltene Test-Session zurück.

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Insgesamt vier Piloten griffen in Monza ins Steuer des bayrischen LMP1-Boliden. Neben den Stammpiloten Oliver Webb, Dominik Kraihamer und Tom Dillmann bekam auch der Österreicher René Binder Testzeit. Der 26-Jährige reiste direkt vom IndyCar-Rennen in Alabama nach Monza. Binder startete seit 2012 hauptsächlich im Formel-Nachwuchs (Formel Renault 3.5, GP2, Formel 2), hatte aber auch schon im ByKolles-Wagen gesessen. Beim offiziellen FIA-WEC-Test im Juli 2015 am Nürburgring teilte er sich damals das Cockpit mit Pierre Kaffer und Simon Trummer. Dabei hinterließ er seinerzeit einen starken Eindruck.

Das ByKolles Racing Team hatte vor der Saison 2017 von einem AER-Motor auf den 3L-V6-Turbo von NISMO gewechselt. Dieses von Cosworth betreute Aggregat verrichtete 2015 im fragilen Nissan-LMP1 seinen Dienst. Der Umbau des ENSO CLM auf den neuen Antrieb kam im Frühjahr 2017 jedoch recht kurzfristig, sodass der Wagen mit nur sehr wenigen Test-Kilometern in die Saison ging. Um für 2018 eine bessere Vorbereitung zu gewährleisten, beendete die Mannschaft aus Greding nach dem Rennen am Nürburgring (im Juli) die Saison und konzentrierte sich voll auf ein intensives Testprogramm. Bei unzähligen Ausfahrten wurde der Wagen kontinuierlich weiterentwickelt und standfester gemacht.

Der Test in Monza stellt diesbezüglich das Ende der Vorbereitung auf die Saison 2018/19 dar. "Das Team hat in den letzten Monaten sehr hart gearbeitet und ich kann nur sagen, dass wir bereit sind zu kämpfen. Unser Kämpfer-Herz wird durch die Tatsache verstärkt, dass wir das einzige nicht-hybride LMP1-Team sind, welches sein Auto selbst designt, entwickelt und betreibt. Wir respektieren unsere Konkurrenten, doch schlaflose Nächte geben sie uns nicht mehr. Unser offensichtliches Ziel ist es, eine signifikante Steigerung gegenüber der Vergangenheit zu erzielen. Wir sind stolz darauf, Hersteller eines LMP1 zu sein, was die ideale Bühne für unsere stetig wachsende Struktur darstellt", ist der neue Teamchef Manfredi Ravetto regelrecht angetan.

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Neben dem ENSO CLM besteht die Fraktion der privaten LMP1 noch aus dem bei Oreca entstandenen Rebellion R13, dem BR1 (Dallara) und dem Ginetta G60-LT-P1. Dazu kommt noch der Toyota TS050, der als einziger Hybrid-Renner die Klasse anführt.

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