24 Hours of Le Mans: Toyota mit sechstem Sieg beim Klassiker
Toyota gewinnt mit dem TR010 Hybrid von Mike Conway, Kamui Kobayashi und Nyck de Vries die 2026er Ausgabe der 24 Hours of Le Mans. BMW und der zweite Toyota komplettieren das Podium.
Die 2026er Ausgabe der 24 Hours of Le Mans ist beendet - und wieder einmal ging der Sieg an Toyota. Es ist der sechste Triumph des japanischen Herstellers beim so legendären Klassiker an der französischen Sarthe. Tatsächlich ging Toyota nicht als Favorit ins Rennen, denn die beiden TR010 Hybrid fuhren lediglich von den Startplätzen 14 und 15 los.
Eine perfekte Strategie (aber auch eine starke Rennpace) brachte Toyota dann aber in Front. Es siegte der TR010 Hybrid von Mike Conway, Kamui Kobayashi und Nyck de Vries – für den Niederländer de Vries war es der erste Triumph überhaupt in Le Mans. Noch rund fünf Stunden vor Rennende schien es, als würde das Pendel für den diesjährigen LM-Sieg hin zur Konkurrenz von BMW und Cadillac schwingen.
Doch dann gab es eine Safety-Car-Phase (zur Bergung eines Porsche). Das brachte das Feld wieder zusammen – und folglich auch die beiden davor dritt- und viertplatzierten Toyota in direkte Schlagdistanz zum zu dieser Zeit vorne liegenden BMW M Hybrid V8 von Robin Frijns, René Rast und Sheldon van der Linde sowie dem dahinter fahrenden Cadillac V-Series.R von Norman Nato, Will Stevens und Louis Delétraz.
Im dann knapp fünfstündigen Sprint bis zur Zielflagge legten die Hersteller schließlich all ihre Karten auf den Tisch – mit dem besseren Ende für Toyota. Knapp geschlagen feierte BMW einen dennoch verdienten zweiten Platz. Es ist das beste Ergebnis für die Marke mit dem Propeller seit dem grandiosen Triumph mit dem offenen V12 LMR im Jahre 1999.
Das Podium komplettierte der zweite Toyota von Brendon Hartley, Ryo Hirakawa und Sébastien Buemi auf Platz drei. Dieser TR010 Hybrid war zunächst eigentlich der schnellere, doch eine Reparatur an der Bremse vorne links kostete am Sonntagmorgen einfach zu viel Zeit.
Mit dem V-Series.R von Norman Nato, Will Stevens und Louis Delétraz schaffte es Cadillac auf Platz vier. Die Amerikaner gingen als Favorit ins Rennen – am Ende reichte es nicht für das Podium. Die Top Fünf komplettierte der Ferrari 499P der amtierenden Weltmeister James Calado, Antonio Giovinazzi und Alessandro Pier Guidi.
Inter Europol Competition erneut in LMP2 vorne
In der LMP2-Klasse siegte der Oreca 07 von Tom Dillmann, Jakub Smiechowski und Nick Yelloly. Für das polnische Einsatzteam Inter Europol Competition ist es der dritte Klassensieg in Le Mans in vier Jahren. Den LMGT3-Triumph holte die Nicky Catsburg, Jonny Edgar und Ben Keating in der Corvette Z06 LMGT3.R.
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