Antonelli/Russell wie Hamilton/Rosberg? Das sagt Mercedes-Chef Toto Wolff
Die Mercedes-Fahrer Kimi Antonelli und George Russell liegen in der Formel-1-WM 2026 auf den ersten beiden Plätzen. Natürlich birgt das sehr viel Sprengpotenzial, das weiss auch Chef Toto Wolff.
Für viele GP-Experten ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die zwei Mercedes-Fahrer Kimi Antonelli (19) und George Russell (28) ins Gehege kommen werden. Mit seinem Sieg in Japan hat Teenager Antonelli die WM-Führung abgerissen, er hat jetzt zwei Mal in Folge die Pole-Position und danach den ersten Platz im Grand Prix errungen, Russell muss sich etwas einfallen lassen.
Wann werden sich die beiden Vollgas-Tiere von Mercedes in die Quere kommen? Und wie reagiert Mercedes dann? Neu ist die Lage für Teamchef Toto Wolff nicht: Er musste vor rund zehn Jahren Lewis Hamilton und Nico Rosberg im Zaum halten.
Das gelang weitgehend, aber nicht immer. Am kritischsten war die Lage, als sich Hamilton und Rosberg kurz nach dem Start zum Spanien-GP ins Auto fuhren und ausschieden. Red Bull Racing-Pilot Max Verstappen sagte beim ersten Rennen für diesen Rennstall Dankeschön und gewann sensationell.
Später gerieten die beiden Titelrivalen auch in Österreich aneinander.
Der Österreicher Wolff sagt zur stallinternen Rivalität zweier Siegfahrer im Athletic: «In jenem Jahr waren Rosberg und Hamilton zweimal zusammengestossen. Also habe ich sie gefeuert.»
«Ich kontaktierte meinen Vorstandsvorsitzenden, Dieter Zetsche, bei Mercedes und bat ihn, ein Dokument zu unterzeichnen. Er rief mich zurück und sagte: 'Du feuerst beide Fahrer?'»
«Darauf erklärte ich ihm: 'Sonst werden sie nie verstehen, wie wichtig es ist, das Interesse der Marke und des Teams über das eigene zu stellen.'»
Natürlich blieben beide Fahrer im Team, aber die Warnung zeigte Wirkung. Toto fügt hinzu, dies auch im Hinblick auf 2026 und Antonelli/Russell: "Ihre persönliche Rivalität hatte die Oberhand gewonnen. Aus einem gesunden Wettbewerb war Feindseligkeit geworden. Und das ist etwas, das ich innerhalb der Organisation niemals hätte zulassen dürfen.»
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