Hyundai-Pilot Fourmaux zum Auftakt in Führung bei der Rallye Finnland
Die erste 2,58 Kilometer lange Wertungsprüfung Harju auf gemischtem Untergrund im Zentrum von Jyväskylä gewann der Franzose Adrien Fourmaux vor seinem belgischen Teamkollegen Thierry Neuville.
Adrien Fourmaux meisterte die erste von 20 WPs in einer Zeit von 2.06,7 Minuten und distanzierte Neuville um 1,1 Sekunden. Auf Platz gemeinam liegen nach dem Eröffnungstag der amtierende Weltmeister Sebastien Ogier und der im WM-Zwischenklassement führende Elfyn Evans als beste Toyota-Piloten mit 1,2 Sekunden Rückstand auf den Tagesschnellsten.
Traditionell stellte die Harju-WP - die im Zentrum der Gastgeberstadt Jyväskylä ausgetragen wurde - den Auftakt der Rallye Finnland dar. Die Ouvertüre entsprach noch einer vergleichsweise weniger brutalen Herausforderung im Vergleich zu den bevorstehenden drei weiteren Tagen mit den wilden Schotter-Vollgasprüfungen durch die in die Wälder.
Die heutige Bestmarke von Fourmaux gibt deshalb nicht unbedingt ein Hinweis darauf ist, wie die Rallye Finnland 2026 weiter verlaufen wird.Die führenden neun Rally1-Besatzungen trennten gerade nur 3,3 Sekunden voneinander.
Fourmaux hatte bereits am Donnerstagmorgen beim Shakedown mit dem zweiten Platz seine Schnelligkeit unter Beweis gestellt. Takamoto Katsuta hatte dort die Bestzeit realisieren können.
«Ich habe wirklich versucht, alles zu optimieren», erklärte Fourmaux. «Ich erinnere mich, dass die Abstände im letzten Jahr auf den langen Etappen so knapp waren und wir auf den kurzen Etappen verhältnismäßig viel Zeit verloren haben - also habe ich bewusst mich ans Limit herangetastet».
Neuville rundete einen starken Eröffnungsabend für Hyundai ab. Der Ex-Weltmeister zeigte sich vor den kommenden Waldetappen von dem Fahrgefühl in seinem i20 N Rally1 begeistert.
«Ich bin immer hungrig», bekannte Neuville. «Es wird nicht leicht zu gewinnen, aber wir versuchen es. Das Fahrgefühl im Auto ist wirklich gut. Es gibt viele neue WPs. Wahrscheinlich wird es auch die schnellste Rallye Finnland, die ich je gefahren bin».
Evans legte einen soliden Start hin. Als Erststarter muss er am Freitag mit dem Nachteil rechnen den losen Schotter von der Strecke zu fegen. Der Waliser unkte, dass das zuletzt trockene Wetter seine Aufgabe erheblich erschweren könnte.
«Es wird wahrscheinlich nicht ideal sein, da es etwas zu trocken war», räumte er ein. «Es ist, wie es ist. Wir müssen einfach das Beste daraus machen».
Der neunmalige Weltmeister Ogier hielt auf der ersten WP mit der voraussichtlich einmaligen Rückehr seines langjährigen Beifahrers Julien Ingrassia an der Spitze mit. Ingrassa ersetzt an diesem Wochenende den Stammnavigator Vincent Landais, der aus privaten Gründen passen muss.
«Ich freue mich, dass Julien noch einmal an meiner Seite ist. Wir werden unser bestes geben», bekannte Ogier.
Takamoto Katsuta beendete den Donnerstag auf dem fünften Gesamtrang und lag 1,8 Sekunden hinter der Besthzeit. Lokalmatador Sami Pajari folgte als bester Finne eine Zehntelsekunde dahinter.
Rallye Monte Carlo-Gewinner Oliver Solberg belegte den siebten Platz. Der Schwede räumte Untersteuern und mehrere kleine Fehlern als Gründe für den Rückstand ein. Hyundai-Teilzeitpilot Esapekka Lappi, M-Sport Ford-Pilot Jon Armstrong sowie der WRC2-Spitzenreiter Robert Virves (Skoda) vervollständigen die Top Ten.
Am Freitag steht der erste volle Wettkampftag auf dem Programm, mit zwei Durchläufen durch Laukaa, Saarikas, Sydänmaa und Hoho, die insgesamt 127,94 Wertungskilometer umfassen.
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