Euro Moto Sportbike
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Die Chirurgen und Orthopäden haben nach den Unfällen im Rahmen des Langstrecken-WM-Laufs noch immer gut zu tun. Denn von den Verletzten ist noch keiner wieder bei 100 Prozent.
Nach den Euro Moto-Rennen in Most vor gut einem Monat ging noch am selben Abend der Flieger Richtung Japan. Für drei Euro Moto-Piloten, Lennox Lehmann, Hannes Soomer und Marcel Schrötter, war die Reise schneller zu Ende als geplant und kaum richtig angekommen, ging es schon wieder nach Hause. Auf direktem Weg ins Krankenhaus.
Lennox Lehmann wird in der Euro Moto Supersport mit dem Team Apreco und seiner Yamaha an den Start gehen. Nach den Trainings wird man sehen, ob die lädierte Hand das Spiel mitmacht.
Ebenfalls versuchen wird es Euro Moto Superbiker Marcel Schrötter vom Team GERT56. Er hatte sich beim Nachttraining von Suzuka einen heftigen Schaden im linken Knie zugezogen und läuft nun seit einigen Wochen mit einer Beinschiene rum. Das Knie schillert nach wie vor in allerlei Farben zwischen blau und grün. Die Diagnose: Innenband gerissen, genauso wie hinteres und vorderes Kreuzband.
«Nach einem technischen Defekt am Motorrad hat das Hinterrad blockiert. Ich bin quer gestanden, von der Fahrbahn abgekommen, hab’ mich in einer Wiese überschlagen und bin mit dem Motorrad an einer Mauer gelandet», erzählt der Pflugdorfer im Augsburger Tagblatt. Eine Operation hätte Schrötters Saison vorzeitig beendet. Jetzt steigt er in Oschersleben wieder auf seine BMW und schaut, wohin die Reise in den Trainings geht.
Für den Esten Hannes Soomer ist es bereits die zweite Nullnummer in der aktuellen Saison der Euro Moto Superbike. In Brünn hatte er auf den Start verzichtet, um in der Superbike-WM im Auftrag von BMW den verletzten Danilo Petrucci zu ersetzen. Im Bewusstsein, dass das Fehlen bei der Euro Moto seine möglichen Titelchanen gegen Null schrumpfen lassen würde.
Den Einsatz in Oschersleben muss er nun wegen der anhaltenden Verletzungsfolgen nach seinem Termin bei der Langstrecken-WM in Japan absagen. «Ich erhole mich immer noch von meiner Suzuka-Verletzung», berichtet der Este. «Ich arbeite hart daran, bald wieder zurück auf dem Motorrad zu sein.» Bald wäre der Euro Moto-Lauf in Assen, zwei Wochen bleiben ihm dafür. «Viel Glück meinen Kollegen vom Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW.»
«Ich habe einen Bruch in der rechten Schulter», erklärt Soomer, «eine Oberarmkopfbruch. Ich kann den Arm bewegen, aber er ist noch schwach. Doch es ist ein gutes Zeichen, dass die Beweglichkeit wieder da ist. Eine Operation hatte ich am Handgelenk, da hatte ich auch zwei Frakturen. Das wurde gleich nach meiner Rückkehr aus Suzuka erledigt, ist also schon vier Wochen her. Das Handgelenk kann ich inzwischen auch wieder bewegen. Ich kann trainieren und mit dem Physio arbeiten. Aber zum Fahren bin ich einfach noch nicht fit genug. Es braucht einfach noch ein wenig Zeit. Aber es geht voran.»
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