George Russell/Mercedes: Stotter-Start in Ungarn – was ist schiefgelaufen?
Der zweifache Saisonsieger George Russell ging von P6 in den Ungarn-GP und kam auf P19 aus der ersten Runde zurück. Mercedes erklärt, was genau an Bord von Russells Rennwagen schiefgelaufen ist.
Kurz nach dem Start zum Grossen Preis von Ungarn rieben sich die Fans von George Russell verwundert die Augen: Nanu, wie konnte der Brite nur von P6 absacken auf P19?
Bradley Lord, der stellvertretende Teamchef von Mercedes, hat in der Nachbetrachtung des Rennens zum ungewöhnlichen Vorfall Stellung bezogen. Lord sagt über Russell: «Während die Fahrer auf den Start warten, halten sie die sogenannte Wartedrehzahl, also eine bestimmte Motordrehzahl. Als George das tat, stieg die Drehzahl unverhältnismässig stark im Vergleich zu dem, was er über das Gaspedal anforderte.»
«Die Drehzahl erreichte den Drehzahlbegrenzer bei der maximalen Drehzahl, die der Motor zu diesem Zeitpunkt zulässt, und dann versuchte George, die Kontrolle zurückzugewinnen, um seinen Start zu optimieren und zu kontrollieren. Das gelang ihm nicht, und als er den Fuss vom Gaspedal nahm, sodass die Gasannahme unter 10 Prozent fiel, ausgerechnet in jenem Moment erloschen die Lichter der Startampel.»
«Aus diesem Grund startete er mit viel zu wenig Gas, und das führte dazu, dass das so genannte Anti-Stall einsetzte, also jenes Sicherheitssystem, das verhindern soll, dass der Motor wegen zu niedriger Drehzahlen abstirbt.»
Lord lobt: «Danach zeigte George eine unglaubliche Aufholjagd. Er hat die Autos vor ihm eines nach dem anderen überholt und hatte dann auch noch Pech mit dem Timing des virtuellen Safety-Cars am Ende des Rennens. Das kam eine Runde nach seinem zweiten Boxenstopp heraus.»
«Hätte er da profitieren und unter VSC sozusagen einen kostenlosen Boxenstopp bekommen können, wäre er weiter vorne gelandet als auf Platz 7.»
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