Supersport-WM • Neu
Philipp Öttl vor Most-Auftakt: «Ohne Strom geht gar nichts!»
Kawasaki und Domi Aegerter sind angetreten, um 2026 die Supersport-WM zu gewinnen. Bislang steht ein sechster Platz als bestes Ergebnis zu Buche – der 15. der Gesamtwertung bemüht sich um Spaß.
Die Kawasaki ZX-6R 636 ist kein so ein starkes Paket, wie sich alle Beteiligten nach den beiden Podiumsrängen von Jeremy Alcoba zum Saisonende 2025 für dieses Jahr ausgemalt haben. Den Ton geben Yamaha und Ducati sowie der neue chinesische Hersteller ZX Moto an. Erst auf Gesamtrang 7 folgt Alcoba, mit nicht einmal halb so vielen Punkten wie WM-Leader Albert Arenas (Yamaha).
Den 65 Punkten von Alcoba stehen 21 von Teamkollege Dominique Aegerter gegenüber. Der zweifache Supersport-Champion aus der Schweiz hat Platz 6 im ersten Lauf in Assen als bestes Saisonergebnis vorzuweisen, wo ihm aber nicht einmal eine Sekunde zum Sieg fehlte. Alcoba wurde zuletzt in Balaton Vierter und verpasste das Podium nur um 0,4 sec.
Die Ursachen, weshalb das Dreamteam Aegerter und Kawasaki nicht so erfolgreich ist wie erwartet, sind auf beiden Seiten zu suchen. Die ZX-6R muss sehr spezifisch gefahren werden, dass ein Großteil der Wintertests ins Wasser fiel, war ein schwerer Rückschlag für Domi und brachte ihn um dringend notwendige Fahrzeit auf dem Motorrad. Außerdem gab es immer wieder technische Gebrechen, beim Saisonstart in Australien fiel Aegerter gleich in beiden Läufen aus.
Inzwischen wurden mehrere Tests angesetzt. Weil die Veranstaltungen in Assen, Balaton, Most, Aragon und Misano aber im Zwei-Wochen-Rhythmus stattfinden, sind diese erst im Sommer möglich. Dann sind mindestens 7 der 12 Events gelaufen und es geht bereits um die Weichenstellung für 2027.
Bis dahin bemüht sich Aegerter, aus dem Tief zu kommen. «Ich bin bestens auf Most vorbereitet», unterstrich der 35-Jährige vor den Rennen in Nordböhmen. «Ich habe viel körperliches und mentales Training absolviert, um in Topform zu sein. Ich gehe mit dem Ziel ins Wochenende, so frei und locker wie möglich zu fahren und Spaß mit dem Motorrad zu haben. Abgesehen davon möchte ich gut mit dem Team zusammenarbeiten, um die Arbeit von uns allen zu verbessern – die Kommunikation und mein Gefühl für das Motorrad. Es ist wichtig, ein besseres Verständnis füreinander zu entwickeln. Wenn wir diese Dinge gut hinbekommen, wird der Rest von allein kommen. In erster Linie müssen wir uns auf uns selbst konzentrieren.»
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