Yamaha-Ass Andrea Locatelli stellt den Fokus um: Estoril mit Blick auf 2027
Angesichts der Ergebnisse von Andrea Locatelli und seinen Markenkollegen ist die Superbike-WM 2026 für Yamaha nicht zu retten. Ab Estoril steht die Vorbereitung auf die kommende Saison im Fokus.
Für Yamaha ist der Blick auf die Gesamtwertung der Superbike-WM 2026 ernüchternd. Als Elfter und mit nur einem Top-5-Ergebnis ist Andrea Locatelli nach zehn von zwölf Rennwochenenden bester Yamaha-Pilot, zwei Plätze dahinter folgt sein Pata Maxus Teamkollege Xavier Vierge. Remy Gardner und Stefano Manzi vom Junior-Team Giansanti Racing rangieren gar nur auf den Plätzen 17 und 18.
Mit einem guten Saisonfinale könnte Locatelli die Saison noch in den Top-10 beenden, sofern er in Estoril und Jerez zehn Punkte mehr einfährt als Álvaro Bautista (Ducati) – keine leichte Aufgabe! Das ist dennoch das Ziel des 29-Jährigen, der mit einem Auge aber auch bereits auf 2027 schielt.
«Wir nähern uns den letzten Rennen, und ich bin schon ziemlich gespannt. Wir arbeiten weiterhin daran, das letzte Quäntchen Selbstvertrauen auf dem Motorrad zu finden, geben alles und blicken gleichzeitig in die Zukunft, um uns auf den Wintertest und das Jahr 2027 vorzubereiten», sagte Locatelli im Hinblick auf das bevorstehende Event in Portugal. «Ich freue mich wirklich darauf, die Saison so gut wie möglich zu beenden – wir haben gute Erinnerungen an Estoril, und wir wissen, dass wir noch stärker werden können, wenn wir weiter hart arbeiten.»
Die Basis der Yamaha R1 stammt noch von 2015, aber das ist nur die halbe Wahrheit. Die Kawasaki ZX-10RR hat ihren Ursprung sogar im Jahr 2009 und Einzelkämpfer Garrett Gerloff fährt dennoch regelmäßig in den Top-8 ins Ziel.
Sein spanischer Teamkollege kann die letzten beiden Meetings noch unbekümmerter angehen – es sind seine letzten als Yamaha-Werkspilot. Vierge unterschrieb für die kommende Saison beim Ducati-Kundenteam Barni Racing.
«Wir sind nun bei den letzten beiden Rennen der Saison angelangt, und Estoril ist eine Strecke, die mir wirklich Spaß macht», versicherte der Katalane. «Dort war ich schon immer konkurrenzfähig, und Yamaha hatte dort im letzten Jahr ein sehr starkes Wochenende. Deshalb freue ich mich darauf, loszulegen, mein Gefühl für das Motorrad wiederzufinden, mit meinem Team zusammenzuarbeiten und um gute Ergebnisse zu kämpfen.»
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