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Bernie Ecclestone ermahnt Mercedes wegen Red Bull

Renault und Red Bull beteuern, dass die gemeinsamen Verträge für 2016 eingehalten werden. Aber mit welchen Motoren sollen Red Bull Racing und Toro Rosso ab 2017 antreten?

Formel 1

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Renault-Chef Carlos Ghosn und "Mr. Red Bull" Didi Mateschitz haben mehrfach betont, dass trotz des zerrütteten Verhältnisses zwischen dem französischen Motorenlieferanten und Red Bull die Verträge 2016 eingehalten werden, selbst dann, wenn Renault im kommenden Jahr wieder mit einem Werksrennstall antreten sollte – dank Rückkaufs von Lotus. Die Frage ist vielmehr: Mit welchen Antriebseinheiten sollen Red Bull Racing und Toro Rosso ab 2017 antreten?

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Die Ausgangslage für Mercedes hat sich gemäss Motorsportdirektor Toto Wolff nicht geändert. Zwar hätte Mercedes Kapazität frei, wenn Lotus wieder mit Renault-Turbomotoren ausrückt, aber will Mercedes wirklich ausgerechnet den vierfachen Formel-1-Weltmeister Red Bull Racing mit dem besten Motor der Branche beliefern?

Toto Wolff gab gegenüber SPEEDWEEK.com zu bedenken: "Die Politik in der Formel 1 spielt auch eine Rolle, betreffend der Gesamtbalance im GP-Sport und auch betreffend unserer Position als Rennstall. Und bezüglich der potenziellen Gefahr, die besteht, einem Gegner unseren Motor zu geben. Wenn Renault nicht in der Formel 1 bleibt, dann gibt es zwei Teams, die Motoren brauchen. Wenn Renault ein eigenes Werksteam macht, was bedeutet das dann für Red Bull und die beiden Rennställe Red Bull Racing und Toro Rosso? Das sind eine Menge Varianten, die man durchspielen muss."

Vor kurzem fügte der Wiener hinzu: "Red Bull ist eine interessante Option. Wir hätten dann eine Verbindung zu einer Marke, die gewinnt und die bei jungen Leuten sehr beliebt ist."

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Doch die Zweifel bleiben bei Wolff: "Es wäre vielleicht nicht ideal, wenn wir einen Konkurrenten, der genau weiss, wie man gute Autos baut, stärken würden."

Seitens Red Bull argumentiert Motorsportchef Dr. Helmut Marko, Siege von Mercedes würden doch aufgewertet, wenn man Red Bull Racing mit dem gleichen Aggregat schlage, und wenn RBR siege, dann siege noch immer ein Mercedes.

Aber in den Augen der Öffentlichkeit schaut das anders aus: Als Red Bull Racing mit Sebastian Vettel und Renault von Sieg zu Sieg eilte, titelten die meisten Zeitungen stets "Sieg für Vettel" oder "Sieg für Red Bull", von "Sieg für Renault" war da selten die Rede. Also würde man bei einem GP-Triumph von Daniel Ricciardo oder Daniil Kvyat ebenfalls erst im zweiten Atemzug von Mercedes reden.

Doch viele Experten im Fahrerlager fragen sich: Wird Mercedes überhaupt eine Wahl haben? Anders gefragt: Könnte es sich Mercedes leisten, Red Bull Racing hängen zu lassen?

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Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone sagt gegenüber motorsport.com über Mercedes als möglicher Motorenlieferant für Red Bull Racing: "Sie würden das wohl nicht gerne tun, aber sie sollten es sich gut überlegen, keine Motoren herzugeben."

Auf die Frage, was denn passieren würde, wenn wir an diesem Punkt sind, erlaubt sich der 84-Jährige einen Scherz: "Vielleicht beschwert sich dann jemand bei der Europäischen Kommission."

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