Gabriel Bortoleto (Audi) zum Madrid-GP: «Fast eingeschlafen», «furchtbar»
Audi-Pilot Gabriel Bortoleto langweilte sich im Madrid-GP. So ging es vielen, denn Überholen war schwierig. Bortoleto: «Es ist wie in Monaco, nur schneller, aber genauso langweilig wie in Monaco.»
Am Wochenende fuhr die Formel 1 zum ersten Mal auf der neuen Rennstrecke «Madring» in Madrid. Die Strecke war anspruchsvoll, fordernd und abwechslungsreich – allerdings leider nur, was die Streckencharakteristik und Kurven anging. Denn der Grand Prix am Sonntag war ziemlich langweilig, da waren sich im Paddock alle einig. Es gab kaum Überholmanöver. Das Rennen war das große Warten auf eine gelbe oder rote Flagge.
Madrid-Gähn-Prix
Audi-Pilot Gabriel Bortoleto kam als 13. ins Ziel, ging entsprechend punktlos aus. Nach dem Rennen sagte ein Journalist den Brasilianer: Im Pressezentrum wären die Leute fast eingeschlafen. Und Bortoleto? Der Audi-Pilot sagte mit einem Lacher: «Ich bin auch fast eingeschlafen, ja.»
Bortoleto verbrachte weite Teile des Rennens wartend darauf, dass jemand die Kontrolle über sein Auto verlor und vielleicht eine Safety-Car-Phase auflöste. Das passierte im späteren Verlauf des Rennens aber nicht mehr.
Kurve 5 verursacht Kopfschmerzen
Bortoleto sagt aber: Der Kurs an grundsätzlich Potenzial. Bortoleto: «Der Streckenverlauf ist cool, aber natürlich wäre es fantastisch, wenn wir die Strecke so gestalten könnten, dass Überholmanöver möglich sind. Die Strecke ist wirklich schön, aber wenn man Kurve 5 um die 50 Runden lang fahren muss, bekommt man am Ende des Rennens ziemlich starke Kopfschmerzen. Es ist also körperlich nicht gerade das Einfachste, aber es macht trotzdem viel Spaß. Es ist wie in Monaco, nur schneller, aber genauso langweilig wie in Monaco.»
Denn Überholmöglichkeiten sind rar bis nicht existent. Bortoleto: «Man kann keinen Angriff starten oder überholen, wenn man in einer normalen Bremszone bereits an die Grenzen geht, und die einzige Möglichkeit für uns, einen Angriff zu starten oder ein Überholmanöver durchzuführen, besteht buchstäblich darin, auf gerader Strecke zu bremsen.»
Furchtbares Racing
Was also tun? Der Veranstalter hatte sich offen gezeigt, Veränderungen an der Strecke vorzunehmen. Abgesehen vom Rennen selbst waren sich alle Anwesenden eigentlich einig: ein tolles Event. Bortoleto: «Ich fände es schön, wenn wir wenigstens eine Überholstelle hätten, aber leider ist die Strecke nicht so angelegt. Es gibt also gute und schlechte Abschnitte auf dieser Strecke, und was das Racing angeht, ist sie definitiv furchtbar.»
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