Friesacher über Kimi Antonelli & Mercedes: «Sie haben noch was im Köcher»
Ex-Formel-1-Pilot Patrick Friesacher analysierte bei «Sport und Talk aus dem Hangar-7» auf ServusTV die Gelassenheit von WM-Leader Kimi Antonelli. Friesacher erwartet weitere Upgrades von Mercedes.
Großes Thema bei «Sport und Talk aus dem Hangar-7» auf ServusTV war die schillernde Formel-1-Fiesta auf dem neuen «Madring». Das Event auf dem IFEMA-Messegelände vor den Toren der spanischen Metropole Madrid mit Sieger Kimi Antonelli wurde im Hangar-7 von Hans Joachim Stuck (75) und Patrick Friesacher (45) analysiert.
Zum Virtual-Safety-Car-Pech von McLaren-Ass Lando Norris merkt Ex-Pilot Friesacher (11 GPs) an: «Bei ihm war das Problem, dass er gerade eineinhalb Sekunden an der Boxeneinfahrt vorbei war, hat eine weitere Runde fahren müssen. Dann war das virtuelle Safety-Car vorbei und er ist reingekommen. Er hat da natürlich die 12, 13 Sekunden dadurch verloren. Hinten nach ist es immer gleich, man kann viel diskutieren. Sie haben auch den Boxenstopp verpatzt und auch noch ein paar Sekunden verloren.» Norris‘ Stopp dauerte sieben statt wie üblich gut zwei Sekunden. Er war von Pole gestartet, verlor die Chance auf den Sieg.
Friesacher: Antonelli kann es gelassen angehen
Der italienische Mercedes-Überflieger Kimi Antonelli kann nun jüngster Weltmeister aller Zeiten werden. Friesacher über Antonelli: «Mit 81 Punkten Vorsprung hast du ein gutes Paket, er kann es gelassen angehen.» Friesacher gibt zu bedenken: «Er hat das Team voll hinter sich. Mercedes hat bisher wenig Updates gebracht, sie haben sicher noch was im Köcher. Aber es kann sich in der Formel 1 das Blatt trotzdem schnell wenden. Es wird immer weiter entwickelt – es steht nie still! Mir imponiert sehr, dass er auch sehr gelassen ist.»
Friesacher ging vorm Rennwochenende selbst ans Steuer – allerdings komplett anders als gewohnt.
Auch Niki Laudas Blitz-Comeback 1976 in Monza (genau vor 50 Jahren) war im Hangar-7 ein Thema. Friesacher sagt dazu: «Niki war eine Legende! Ich habe vergangenes Jahr seinen Ferrari aus dem Jahr 1976 fahren dürfen. Die Emotionen, die du da spürst, sind schon der Wahnsinn.» Sein Nachsatz in Richtung Hans-Joachim Stuck: «Ich muss sagen, ihr wart früher richtig wilde Hunde!»
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