Reiterberger plant mit BMW die Flucht nach vorn: «Strategie heißt Vollgas!»
BMW hat beim Bol d’Or nur ein Ziel: den WM-Titel. Werkspilot Markus Reiterberger erklärt gegenüber SPEEDWEEK.com exklusiv, warum beim Finale der Langstrecken-WM vom Start weg Vollgas angesagt ist.
Ein Jahr nach der bitteren Enttäuschung bekommt BMW beim Bol d’Or die nächste Gelegenheit, erstmals die Langstrecken-Weltmeisterschaft zu gewinnen. 2025 befand sich das BMW Motorrad World Endurance Team beim Saisonfinale auf WM-Kurs, bevor ein technisches Problem alle Titelhoffnungen zunichtemachte. Diesmal soll die Rechnung endlich aufgehen.
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Reiterberger: BMW setzt alles auf Sieg!
«Wir haben eine Strategie und die heißt alles auf Sieg!», stellte BMW-Werkspilot Markus Reiterberger im exklusiven Gespräch mit SPEEDWEEK.com klar. «Wir brauchen das Maximum und müssen die Pole-Position holen sowie nach 8, 16 und 24 Stunden vorne liegen. Das ist unsere einzige Möglichkeit.»
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Doch selbst ein perfektes Wochenende der Münchner reicht nicht zwangsläufig zum Titel. «YART darf dann einmal nur Dritter oder Vierter sein», weiß Reiterberger. Seine Schlussfolgerung fällt entsprechend eindeutig aus: «Deshalb lautet unsere Strategie: Vollgas!»
BMW: Pech in Le Mans – Sieg in Spa und auch in Suzuka stark
Dass BMW beim Bol d’Or überhaupt noch aus eigener Kraft Druck auf den Titelverteidiger ausüben kann, ist den starken Vorstellungen bei den beiden zurückliegenden Stationen zu verdanken. Nach dem Pech beim Auftakt in Le Mans
Die ersten Testfahrten in Le Castellet stimmen Reiterberger zuversichtlich. Vollständig zufrieden ist der Bayer mit seiner M1000RR allerdings noch nicht. «Wir sind ganz gut dabei. Natürlich gibt es noch ein oder zwei kleine Details und Wünsche, die wir am Bike anpassen müssen. Ich habe mit Chattering zu kämpfen. Meine beiden Teamkollegen sind aber sehr zufrieden», berichtet der 32-Jährige.
Grundsätzlich sieht Reiterberger BMW für die enorme Belastung eines 24-Stunden-Rennens gut aufgestellt. Dabei zählt nicht nur der reine Speed. Ein entscheidender Faktor könnte auf dem Circuit Paul Ricard erneut der Verbrauch und damit die Anzahl der notwendigen Boxenstopps werden.
«Wir sind sehr schnell und konstant. Für das Rennen haben wir eine gute Strategie», verrät Reiterberger. «Das Ziel ist, sich abzusetzen – nicht nur hinsichtlich der Rundenzeiten, sondern auch in Sachen Spritverbrauch.»
Gerade bei einem 24-Stunden-Rennen können zusätzliche Runden pro Tankfüllung einen entscheidenden Unterschied ausmachen. BMW möchte seine Konkurrenz deshalb nicht ausschließlich über schnelle Rundenzeiten unter Druck setzen, sondern auch über eine möglichst effiziente Rennstrategie.
Wiedergutmachung für die Pleite im Vorjahr?
Nach der Enttäuschung des Vorjahres wäre der Titelgewinn für Reiterberger und die Mannschaft entsprechend emotional. Die Erinnerung daran, wie abrupt der WM-Traum vor zwölf Monaten platzte, ist noch präsent.
«Ich bin auf jeden Fall sehr zuversichtlich für das Rennen», betont Reiterberger. «Hoffentlich gelingt es uns, das Rennen zu gewinnen und den WM-Titel zu holen. Das wäre der absolute Wahnsinn nach der Pleite im letzten Jahr.»
Die Marschroute für das entscheidende Wochenende könnte damit kaum deutlicher sein: BMW will die Pole-Position, die maximalen Bonuspunkte und nach 24 Stunden den Sieg. Danach muss der Blick auf YART gehen.
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