Brawn: Barrichello zu langsam
Der Mitbesitzer von BrawnGP über die Taktik beim Spanien-GP, die Jenson Button an seinem Teamkollegen vorbei zum Sieg führte und die Frage nach Stallregie aufwarf.
Der Mitbesitzer von BrawnGP, Ross Brawn, hat Verdächtigungen zurückgewiesen, dass sein Team in Barcelona am Sonntag Jenson Button bevorteilt,.
"Man hat doch in der ersten Kurve gesehen, dass wir keine Stallregie anwenden", sagte Brawn in England. Zu Zeiten von Ferrari von 2000 bis 2005 war als Technikchef dafür berüchtigt, Platzveränderungen zugunsten von Michael Schumacher auf Kosten von Barrichello herbei zu führen.
Doch nach Barrichellos Aussage, er wisse nicht, warum das Team seinen Kollegen Jenson Button per Fahrplanänderung an ihm vorbei zum Sieg geleitet habe, erklärt Brawns rechte Hand, Nick Fry, nun: "Jenson hatte weniger Benzin als Rubens, und wir sind davon ausgegangen, dass er einen Vorsprung herausfahren würde. Als das nicht geschah, mussten wir die Taktik zu ändern. Darüber hatten wir schon vor dem Rennen gesprochen."
Das bedeutet: Fry wollte Button aus Wettbewerbsgründen an Barrichello vorbei manövrieren, nicht wegen einer unlauteren Favorisierung des Briten hinsichtlich des WM-Titels.
Brawn erläutert, warum Barrichello seiner Meinung nach tatsächlich nicht gewonnen hat: "Wenn man sich die Rundenzeiten und das Benzin anschaut, dann gab es eine Phase im Rennen, in der er viel langsamer war als erwartet. Das hat ihm das Rennen gekostet, denn Jenson war mit mehr Benzin schneller."
Auf die Frage, ob er sich Sorgen mache, dass Barrichello dem Team nicht glaube, dass keine Teamorder im Spiel war, sagte Brawn: "Ich hoffe nicht, denn es war nicht so. Man hat in der ersten Kurve gesehen, dass es keine Teamorder gibt. Rubens hatte einen tollen Start und hat Jenson überholt. Ich würde Rubens und seine Crew liebend gerne gewinnen sehen, denn das wäre toll für das Team. Es gibt da keinerlei Prioritäten."
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