Die Routiniers Jenson Button und Rubens Barrichello fuhren überlegen nach vorne. Und konnten hinterher ihr Glück kaum fassen: ein Auto mit Tempo und ohne Fehler.
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Jenson Button spricht sonst eher wenig. Am Samstagabend nach dem Gewinn seiner ersten Poleposition seit 2006 (damals mit Honda) hörte er aber fast gar nicht mehr auf damit. Der britische Brawn-Pilot sagte zu seiner Leistung: "Unser Auto ist sicher gut, aber trotzdem muss man das Tempo dann auch im Ernstfall hinkriegen. Ich hatte nur drei Testtage und fühle mich komfortabel in dem Wagen. Das Auto war aus der Box heraus schnell und wir konnten es sofort an seine Limits bewegen. So was gibt es ganz selten."
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Dabei sei die Strecke im Albert Park von Melbourne nicht mal einer seiner bevorzugten Parcours. Es habe Tage gegeben im Winter nach Hondas Rückzug, in denen er weder gewusst habe, ob er noch je Formel 1 fahren würde, noch ob er überhaupt eine Zukunft im Motorsport habe. Da seien manche Kollegen im Team und in der Fabrik größerer Hoffnung gewesen, gestand Button. Der Brawn-Mercedes sei im Freien Training und in der Qualifikation tadellos gelaufen, sagte der 29jährige, der die Saison 2008 mit einem problematischen Honda lustlos auf WM-Rang 18 abgeschlossen hatte. Nun habe ihm einzig ein langes Bremspedal kleinere Probleme bereitet.
Der zweitplatzierte Rubens Barrichello vermeldete, er sei dankbar und aufgeregt angesichts dieser Chance im Brawn-GP-Team. "Ich war sehr zuversichtlich, die Bestzeit zu fahren, aber bekam im entscheidenden dritten Qualifikationsabschnitt Untersteuern. "Aber ich muss glücklich sein mit meinem Platz in der ersten Startreihe."
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Der Brasilianer hatte im Winter bedingt durch die Ungewissheit nach Hondas angekündigtem Ausstieg den "längsten Urlaub meines Lebens" gemacht. Dann zog der neue Teambesitzer Ross Brawn den 36jährigen Routinier und Rekordfahrer (268 GP) Anfang März überraschend GP2-Aufsteiger Bruno Senna vor, der beinahe als Nachfolger feststand. Barrichello hat seine überraschende Berufung fürs Erste gerechtfertigt.
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