Schlechtes Timing für Formtief: Hat Williams-Star Carlos Sainz keine Wahl?
Carlos Sainz und das Williams-Team erleben eine schwierige Saison. Laut Martin Brundle kommt das Formtief zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt für den Spanier. Er weiss, was getan werden muss.
Dass Carlos Sainz Alternativen zu Williams hat, ist Teamchef James Vowles bewusst. Der Brite, der seit 2023 das Zepter im Traditionsrennstall aus Grove schwingt, räumte unlängst ein, dass sein Schützling die Möglichkeit habe, ein anderes Team zu finden. Und diese könnte der Spanier auch nutzen, denn der Druck wird angesichts seiner fortschreitenden GP-Karriere immer grösser, warnt Martin Brundle.
Der frühere GP-Pilot und Fahrer-Manager sagt bei «Sky Sports F1» über den Rennfahrer aus Madrid: «Er hat sich Williams wirklich verschrieben, als er die Entscheidung traf, nicht zu Audi zu gehen. Ich glaube, das wäre die erste Wahl für seinen Vater gewesen. Denn die Sainz-Familie pflegt seit Jahren ein sehr gutes Verhältnis zu Audi.»
Formel-1-Karriere ist ins Stocken geraten
«Und ich kann mir vorstellen, dass sich Carlos die Möglichkeiten offen haltet, die er hat. Es ist frustrierend, denn er ist in einer Phase seiner Karriere und seines Lebens ins Stocken geraten, die – gelinde gesagt – nicht optimal ist», fährt der 67-Jährige fort.
Auf die Frage, ob Sainz mehr verdient hätte, betont Brundle: «Er hatte mit Ferrari einige brillante Rennen gezeigt. Aber ich denke, er ist nun in eine Sackgasse geraten. Deshalb hoffe ich, dass Williams für 2027 einige Antworten findet.»
Hohe Erwartungen, tiefer Fall
Die Enttäuschung ist nicht zuletzt gross, weil die erste gemeinsame Saison von Williams und Sainz im vergangenen Jahr über den Erwartungen ausfiel. Denn obwohl die Mannschaft aus Grove sich früh auf die Entwicklung der neuen Fahrzeuggeneration konzentrierte, schaffte es Sainz sowohl in Baku als auch in Katar jeweils als Dritter aufs Podest.
«Alles in allem kann Williams nur enttäuscht sein», sagt Brundle dazu. «Wenn man sich ihre Ergebnisse im Qualifying und Rennen anschaut, dann sieht man, dass da viele zweistellige Zahlen stehen. Sie sind immer ausserhalb der Top-10, und ich glaube, das zeigt, wo sie in dieser Saison stehen», fügt der Brite an.
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