Zukunft von Red Bull Racing-Ass Max Verstappen: Das erwartet Gerhard Berger
Max Verstappen durfte sich auch in Ungarn über einen Podestplatz freuen. Einen GP-Sieg hat er in diesem Jahr aber noch nicht errungen. Dieser ist nur eine Frage der Zeit, glaubt Gerhard Berger.
Mit seinem diesjährigen Dienstwagen und der Fahrweise, die durch die neuen Regeln erforderlich ist, konnte sich Max Verstappen noch nicht richtig anfreunden. Im jüngsten Kräftemessen auf dem Hungaroring kam er zwar hinter Sieger Lando Norris als Zweiter ins Ziel. Dennoch ist klar, dass Red Bull Racing derzeit nicht den Ton angibt.
Das zeigt auch der Blick auf die WM-Tabelle: Bei den Konstrukteuren belegt die Mannschaft aus Milton Keynes nach elf WM-Runden den vierten Platz, die Lücke zum drittplatzierten McLaren-Team fällt mit 43 Punkten gross aus. In der Fahrer-Wertung ist Verstappen aktuell Gesamtsechster. Er liegt 19 Punkte hinter dem fünftplatzierten Weltmeister Norris und satte 110 Punkte trennen ihn von Spitzenreiter Kimi Antonelli.
Einen GP-Sieg konnte der Niederländer in diesem Jahr noch nicht einfahren. Und weil er nicht müde wird zu betonen, dass er sich ein siegfähiges Auto wünscht, spekulieren die Gerüchteköche des Fahrerlagers fröhlich über seine Zukunftspläne. Die grosse Frage lautet: Bleibt Verstappen seiner Mannschaft treu oder wird er in ein anderes Team wechseln? Und wann wird er wieder GP-Siege feiern können? Sein Vertrag läuft bis und mit 2028, doch Leistungsklauseln könnten ihm die Chance eröffnen, früher zu gehen.
Lob für Max Verstappen und Red Bull Racing
Geht es nach Gerhard Berger, muss sich der Niederländer nur ein paar Monate gedulden. Der frühere GP-Pilot sagt in der Expertenrunde von «Formula1.com»: «Ich bin ein Fan von Max. Ich denke, er ist ein aussergewöhnlich starker Fahrer. Und wenn ich mich Red Bull Racing anschaue, dann erkenne ich, dass sie einen brandneuen Motor gebaut haben. Ja, sie haben ein paar gute Leute von anderen Unternehmen an Bord geholt. Dennoch ist es ziemlich beachtlich, gleich im ersten Jahr mit dem eigenen Motor gegen erfahrene Hersteller wie Mercedes und Ferrari zu bestehen.»
«Natürlich ist es nicht so schön, dass sie derzeit mit Zuverlässigkeitsproblemen kämpfen, speziell, wenn es sich um den Heckflügel handelt. Aber auch die anderen tun sich schwer mit der Standfestigkeit», erklärt der Tiroler weiter. «Und ich glaube, dass Red Bull Racing und Max in den nächsten sechs bis zwölf Monaten wieder sehr, sehr stark sein können, wenn er weiterhin mit dem Team arbeitet und sie ein paar weitere gute Leute an Bord holen», ist der zehnfache GP-Sieger überzeugt.
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