Juan Pablo Montoya erklärt: Das erschwert den WM-Fight gegen Kimi Antonelli
George Russell hat alle Hände voll zu tun, um neben seinem Mercedes-Teamkollegen zu bestehen. Dabei stellt nicht nur der Speed des Teenagers eine Herausforderung dar, wie Juan Pablo Montoya erklärt.
Dass Kimi Antonelli mit seinen 19 Jahren die WM zur Sommerpause mit einem guten Punkte-Polster anführt, hätte vor dem Saisonstart kaum einer gedacht. Der sympathische Lockenkopf aus Bologna hat nach einer durchzogenen ersten Formel-1-Saison einen guten Rhythmus gefunden und mit seinem Speed überzeugt. Fünf Siege in Folge feierte er in China, Japan, Miami, Montreal und Monaco, einen weiteren GP-Triumph erzielte er auf dem anspruchsvollen Circuit de Spa-Francorchamps.
Der schnelle Teenager ist eine echte Herausforderung für alle im Feld – vor allem aber für seinen Mercedes-Teamkollegen George Russell. Dieser wurde im Winter noch als der grosse Titelfavorit gehandelt, blieb aber bisher unter den Erwartungen. Hinzu kommt, dass er viel Pech hatte – sei es durch Safety-Car-Phasen oder Techniksorgen.
59 Punkte trennen ihn vom WM-Spitzenreiter aus den eigenen Reihen. Und der teaminterne WM-Kampf gestaltet sich nicht nur wegen des Speeds des Hamilton-Nachfolgers schwierig, wie Juan Pablo Montoya erklärt. Der ehemalige GP-Star sagt im Expertengespräch auf «Formula1.com»: «Die Dynamik ist schwierig, denn Kimi ist unfassbar schnell, und er ist auch ein sehr liebenswürdiger Kerl.»
«Wenn der Gegner ein Arschloch ist, dann ist es viel einfacher, gegen ihn zu kämpfen, denn du kannst die Wut nutzen, um den Schwung zu holen, den du brauchst, um ihn zu zerstören», führt der Kolumbianer aus. «Aber wenn der Kerl nett ist... Ich denke, George muss einen Weg finden, mit Kimi gleichzuziehen. Wenn er das schafft, dann versetzt er Kimi damit in eine unbequeme Lage. Denn wenn George wieder den Anschluss findet, muss Kimi erneut einen Weg finden, ihn zu schlagen. Das könnte ihn in eine schwierige Lage bringen und dazu veranlassen, Fehler zu machen.»
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