Brutaler Crash in Suzuka: Carlos Sainz kritisiert die FIA-Verantwortlichen
Im Japan-GP ereignete sich ein Unfall, bei dem sich Ollie Bearman verletzte. Nach dem Rennen fand Carlos Sainz klare Worte und betonte, dass die FIA auf die Warnungen der Fahrer hätte hören sollen.
Der Crash von Ollie Bearman auf dem Suzuka Circuit hatte es in sich: Der junge Engländer flog in der 21. Runde ab, weil der vor ihm fahrende Alpine-Pilot Franco Colapinto eingangs der Spoon-Kurve deutlich langsamer war. Der Haas-Pilot wollte ausweichen und flog ab, als er mit 308 km/h unterwegs war. Er krachte mit 50 g in die Streckenbegrenzung und prellte sich dabei das rechte Knie. Er hatte Glück, dass er sich keine Brüche zugezogen hatte.
Für Carlos Sainz, der auch als einer der Direktoren der GP-Fahrervereinigung GPDA fungiert, war dies ein Grund zur Kritik an die Verantwortlichen des Sports. Der Spanier betonte im Gespräch mit «Sky Sports F1», dass die neue Motoren-Generation dafür sorge, dass die Fahrer mit grossen Speed-Unterschieden unterwegs sind, die gefährlich werden können. «Ich hoffe sehr, dass wir für Miami eine bessere Lösung finden werden, denn wir haben schon lange davor gewarnt, dass so etwas passieren könnte.»
Es sei angesichts der Tempo-Unterschiede nur eine Frage der Zeit gewesen, bis sich ein solcher Unfall ereignet, ist sich der Williams-Pilot sicher. «Und ich bin mit dem, was wir bisher gemacht haben, nicht zufrieden. Hoffentlich finden wir eine Lösung, die solche grossen Unterschiede beim Tempo verhindern. Ich war überrascht, als uns gesagt wurde, man kümmere sich ums Quali und nicht um die Rennen, weil diese spannend seien. Denn als Fahrer haben wir immer wieder deutlich gemacht, dass das Problem auch im Rennen besteht. Wir haben davor gewarnt, dass es zu solchen Crashs kommen kann, und wir hatten Glück, dass da eine Auslaufzone war.»
«Man stelle sich vor, so ein Unfall passiert in Baku, Singapur oder Las Vegas, wo die Mauern sehr nah sind. Als GPDA haben wir die FIA gewarnt, dass es unter diesen Regeln zu solchen Unfällen kommen wird, und wir müssen bald etwas ändern, wenn wir das verhindern wollen», stellt Sainz, der das Rennen auf Platz 15 beendet hat, klar.
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