Charles Leclerc (Ferrari/6.) ist verzweifelt: «Ich habe alles verdorben»
Was für ein Rennen von Charles Leclerc! Wie ein Löwe gekämpft, nach dem Start geführt, die Haut so teuer wie möglich verkauft, in die Mauer geknallt nach einem Dreher, dennoch im Ziel – und wütend.
Charles Leclerc geht mit sich selber knallhart ins Gericht, wieder einmal. Der 28-jährige Monegasse startete hervorragend und übernahm die Führung, aber später wurde klar – gegen den puren Speed von WM-Leader Antonelli im Mercedes und Weltmeister Norris im McLaren war nicht viel auszurichten.
Leclerc haderte zudem mit der Boxenstrategie von Ferrari und meinte zum Timing seines Reifenwechsels: «Ihr könntet mich bei so was auch auch mal fragen, ich mach hier schliesslich auch mit.»
Ganz zum Schluss konnte die ganze Fahrkunst von Leclerc einen Dreher nicht verhindern, und das ärgert den selbstkritischen Charles am meisten
Der achtfache GP-Sieger nach dem spektakulären Miami-GP: «Das ist alles meine Schuld. Ich habe ein gutes Rennen verdorben.»
Leclerc ist überzeugt, dass er einen Podestplatz in die Tonne geschmissen hat: «Ich bin unfassbar enttäuscht über meinen Fehler, so etwas sollte mir nicht passieren. Aber ich habe in der zweitletzten Runde alles gegeben, ich stand im Duell mit Piastri und wollte ihn taktisch überholen lassen, um danach kurz vor dem Schluss zurückzuschlagen, wenn er nicht mehr reagieren kann.»
«So wie das aber gelaufen ist, habe ich die Lage komplett falsch eingeschätzt und innerhalb weniger Kurven das ganze gute Rennen verdorben. Ich bin dermassen frustriert!»
Die Laune von Leclerc dürfte sich nicht verbessern, wenn er bei den Rennkommissaren antraben muss – gleich wegen drei Fällen: Neben der Bahn angeblich einen unerlaubten Vorteil erlangt, Kollision mit Russell, dazu nach dem Mauerkuss mit unsicherem Wagen gefahren.
Charles meint: «Ich muss jetzt zu den Kommissaren. Ganz ehrlich, ich weiss nicht, was dabei rauskommen wird. Ich kann nur sagen, dass ich nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt habe.»
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