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Fluch-Strafen: Russell fordert Taten statt Worte

FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem hat die Überarbeitung des strengen Fluch-Strafenkatalogs in Aussicht gestellt. Mercedes-Pilot George Russell findet das grundsätzlich gut. Doch er will Taten sehen.

Im Artikel erwähnt

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Die Aufregung war gross, als der Strafenkatalog für das Verwenden von Kraftausdrücken in die Reglemente verschiedener FIA-Serien aufgenommen wurde. Denn dieser umfasste strenge Konsequenzen für all jene, die sich der falschen Worte bedienen. Die Auflistung umfasste nicht nur – je nach Serie – horrende Geldstrafen für die Sünder.

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Auch Sperren und sogar der Verlust von Punkten drohen den Piloten, wenn sie sich wiederholt verschiedener Kraftausdrücke bedienen. Bereits im vergangenen Jahr wurden wegen der Verwendung von Fluchwörtern Strafen ausgesprochen – erst erwischte es Champion Max Verstappen in Singapur, später musste auch Charles Leclerc eine Geldstrafe hinnehmen.

Die Fahrer reagierten mit einem offenen Brief an die FIA, in dem sie den FIA-Präsidenten Mohammed Ben Sulayem aufforderten, einen direkten Dialog mit den GP-Piloten zu führen und finanzielle Transparenz über die Verwendung der Bussgelder zu schaffen. Die Antwort des FIA-Chefs fiel deutlich aus.

"Ich bin auch Fahrer, ich respektiere die Piloten. Aber sie sollen sich darauf konzentrieren, was sie am besten können – Rennfahren. Was gewisse Anfragen der Piloten angeht, so muss ich sagen: Sorry, das geht sie nichts an", erklärte er. Und er betonte: "Aber gut, sie wollen wissen, wie wir das Geld investieren? Wir haben im vergangenen Jahr 10,3 Millionen Euro in Basis-Motorsport investiert. Das ist eine Menge Geld. In 2024 sind es mehr als 10 Millionen, in Basis-Sport, in Karting."

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Die Einführung des drakonischen Strafenkatalogs, der als Appendix B zum sportlichen Reglement hinzugefügt wurde, erfolgte nach dem Saisonende. Unlängst kündigte Ben Sulayem die Prüfung der Strafen an, und er schloss eine Verbesserung der Regeln nicht aus.

Dies geschah, nachdem auch Rallye-Pilot Adrien Fourmaux im Rahmen seines Auftritts bei der Rallye Schweden eine Strafe fürs Fluchen kassiert hatte. Der Franzose erklärte in einem Interview am Ende der Schlussetappe "we fucked up yesterday", was so viel wie: "Wir haben es gestern einfach vermasselt" bedeutet. Dafür wurde er mit einer Geldstrafe von 10.000 Euro und einer weiteren in Höhe von 20.000 Euro bedacht, die allerdings auf Bewährung ausgesetzt wurde.

In Miami wurde George Russell auf die Äusserungen angesprochen, denn der Mercedes-Pilot ist einer der Präsidenten der GP-Fahrervereinigung GPDA. Die Frage, ob das ein positiver Schritt sei, bejahte er. "Aber wir wollen natürlich lieber Taten sehen statt zu hören, dass gewisse Dinge in Betracht gezogen werden. Denn wir alle ziehen vieles in Betracht. Wir wollen ganz klar Änderungen, und werden uns dazu äussern, wenn diese umgesetzt werden. Derzeit wird das nur in Betracht gezogen, und das bedeutet noch nichts."

WM-Stand (nach 5 von 24 Grands Prix und 1 von 6 Sprints)

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Fahrer

01. Piastri 99 Punkte

02. Norris 89

03. Verstappen 87

04. Russell 73

05. Leclerc 47

06. Antonelli 38

07. Hamilton 31

08. Albon 20

09. Ocon 14

08. Stroll 10

11. Gasly 6

12. Hülkenberg 6

13. Bearman 6

14. Tsunoda 5

15. Hadjar 5

16. Sainz 5

17. Alonso 0

18. Lawson 0

19. Doohan 0

20. Bortoleto 0

Konstrukteurspokal

01. McLaren 188 Punkte

02. Mercedes 111

03. Red Bull Racing 89

04. Ferrari 78

05. Williams 25

06. Haas 20

07. Aston Martin 10

08. Racing Bulls 8

09. Alpine 6

10. Sauber 6

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