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Lewis Hamilton über seinen Ferrari 2026: «Das ist mir nicht rot genug»

Barcelona-GP-Sieger Lewis Hamilton ist etwas aufgefallen: Sein Ferrari könnte – für seinen Geschmack – durchaus etwas mehr Rot ertragen. Aber Rot ist bei Ferrari eben nicht immer Rot.

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Das war ein Thema, das die treuen Tifosi vor 18 Monaten ganz wuschig machte: Ferrari werde 2025, im ersten Jahr mit Lewis Hamilton, mit einem intensiveren Rot antreten als in den Jahren zuvor. Danach glühten die sozialen Netzwerke der Ferrari-Fans, und alle fragten sich – in welchem Rot wird die Scuderia wohl an den Start gehen? Denn Rot ist durchaus nicht Rot, was Ferrari angeht.

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Das beste Beispiel erhielten die verblüfften Fans in Mugello 2020 serviert, als die stolze Rennmannschaft zum 1000. Formel-1-WM-Lauf antrat. Damals fuhren Sebastian Vettel und Charles Leclerc in einem so dunklen Rot an, dass einige Fans von Burgunder sprachen.

In Wahrheit handelte es sich um den Farbton «Rosso Barchetta», also um die Farbe aus den späten 40er Jahren vieler Barchetta-Modelle wie des 125 S. Und auch beim Formel-1-WM-Debüt in Monaco trat Ferrari in dieser Rotschattierung an.

Noch in der laufenden Saison 1950 korrigierte Ferrari nach, nun mit Rennfahrzeugen in einem etwas helleren Rot.

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Zurück zu Lewis Hamilton. Der hat nach seinem ersten GP-Sieg in Barcelona zu seinem Dienstwagen gesagt: «Ich weiss noch, wie ich früher zuhause auf dem Sofa vor dem Fernseher sass, mit einem Teller auf dem Schoss, und ich habe nur dieses rote Auto gesehen und mir gedacht: ‚Ich frage mich, wie es ist, in diesem roten Cockpit zu sitzen?‘»

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«Mein Cockpit ist in diesem Jahr zufällig weiss, womit ich nicht sehr zufrieden bin. Ich wollte in Rot fahren wie früher Michael Schumacher. Ich werde es irgendwann rot bekommen.»

Ferrari: Von Rot und anderen Farben

Immer wieder tauchen die Italiener mit geänderten Lackierungen der Rennwagen an. Beispiel Monza 2023: Ferrari kehrte im Juni 2023 nach Le Mans zurück, nach einer Absenz als Werksrennstall von 50 Jahren. Prompt gewannen die Italiener zum zehnten Mal den Langstreckenklassiker, erstmals seit 1965. James Calado, Antonio Giovinazzi und Alessandro Pier Guidi triumphierten mit dem Ferrari 499P Hypercar.

Aus diesem Anlass trat der Formel-1-Rennstall von Ferrari im September beim Heimauftritt in Monza mit einem besonders lackierten GP-Rennwagen auf für Charles Leclerc und Carlos Sainz.

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Schon 2022 waren am Auto des Monegassen und des Spaniers zahlreiche gelbe Stilmittel zu entdecken, dies, um sich nach 75 Jahren Ferrari bei der Heimatstadt Modena zu bedanken. Gelb, die Farbe von Modena, ist auch als Hintergrund auf dem weltbekannten Ferrari-Emblem zu sehen.

Die Lackierung der Autos von Leclerc und Sainz in Monza 2023 orientierte sich an der dynamischen Lackierung des Hypercar, an den Flanken, an der Nase, an der Motorverkleidung. Auch die Startnummern 16 von Leclerc und 55 von Sainz sind gelb.

Dazu gab’s besondere Overalls für die Fahrer, eine Ferrari-Schriftzug in altem Auftritt und Sonderhelme – gelb für Leclerc, schwarz für Sainz.

Beispiel Miami 2024: Da machte Ferrari blau. Nein, nicht dass die Italiener den Grand Prix in Florida geschwänzt hätten, sie nutzten den Auftritt in den USA vielmehr für einen interessanten Farbtupfer – die früheren Ferrari-Farben Azzurro La Plata (ein helles Blau) und Azzurro Dino (ein dunkleres Blau) wurden reaktiviert.

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Dies um die Ankunft des neuen Hauptsponsors hp zu feiern sowie 70 Jahre Ferrari in den USA.

Azzurro La Plata geht zurück auf den Farbton, den Ferrari-Star Alberto Ascari in den 1950er Jahren zu tragen pflegte. Und in Azzurro Dino waren die Rennanzüge von Clay Regazzoni und Niki Lauda 1974 bei Ferrari gehalten, auch die meisten Mechaniker trugen damals nicht Rot, sondern Blau.

Wie genau die blauen Elemente ins Design des Ferrari SF-24 eingearbeitet werden, wurde dann wenige Tage vor dem Miami-GP enthüllt. Diese Sonderlackierung war nur in Florida zu sehen, nicht bei den anderen USA-Rennen von Austin und Las Vegas.

Ein etwas anderer Ferrari-Auftritt in den USA ist nichts Neues: Ende 2023 fuhren Charles Leclerc und Carlos Sainz in Anlehnung an frühere Ferrari-Designs in Rot und Weiss, dies in Las Vegas.

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Die weisse Fläche 2026 um das Cockpit der Autos von Hamilton und Leclerc erinnert an das legendäre weisse Lufthutze der Ferrari von Niki Lauda und Clay Regazzoni 1975.

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